Hortensien
–Hydrangea macrophylla
Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Cornales (Cornales)
Familie
Hydrangeaceae
Gattung
Hydrangea
Art
Hydrangea macrophylla
Wissenschaftlicher Name
Hydrangea macrophylla (Thunb.) Ser.
*Hydrangea macrophylla* ist ein sommergrüner, verholzender Strauch aus der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae), der ursprünglich in Japan beheimatet ist.[1][2] Die Art zeichnet sich durch große, gegenständige Blätter sowie auffällige Blütenstände aus, die im Sommer als ballförmige oder flache Schirmrispen erscheinen. Eine Besonderheit ist die Abhängigkeit der Blütenfarbe vom pH-Wert des Bodens, wobei saure Bedingungen durch Aluminiumaufnahme blaue und alkalische Böden rosa Farbtöne begünstigen.[2] Sie wird weltweit als Zierpflanze in gemäßigten Gärten kultiviert.[1]
Die Fortpflanzungsbiologie von *Hydrangea macrophylla* ist primär entomophil, wobei Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen die Bestäubung der fertilen Blüten übernehmen. Die Art weist eine starke Selbstinkompatibilität auf, was Fremdbestäubung zur Bildung lebensfähiger Samen notwendig macht. In den Infloreszenzen finden sich oft zwei Blütentypen: kleine, nektar- und pollenreiche fertile Blüten im Zentrum sowie große, sterile Schauapparate am Rand, die der optischen Anlockung dienen.[3] Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich 6–8 mm lange, trockene Kapseln, die im Herbst aufspringen und zahlreiche winzige, staubartige Samen durch den Wind verbreiten.[2] Die Samen sind lichtkeimend und weisen oft eine Dormanz auf, die durch eine Kältestratifikation von 30 bis 60 Tagen bei 4–5 °C gebrochen wird.[8] Der Lebenszyklus ist durch eine ausgeprägte Saisonalität geprägt: In gemäßigten Klimazonen dauert die Blütezeit von Juni bis September. Während klassische Sorten am alten Holz blühen, induzieren remontierende Formen Blütenknospen auch am diesjährigen Austrieb, was die Blüte bis zum ersten Frost verlängern kann. Physiologisch bemerkenswert ist die Abhängigkeit der Kelchblattfärbung vom Boden-pH-Wert: In sauren Böden (pH < 5,5) bildet das Anthocyan Delphinidin-3-Glucosid mit aufgenommenen Aluminiumionen einen stabilen blauen Komplex. In alkalischen Substraten (pH > 6,5) fällt Aluminium aus, wodurch die Blüten rosa erscheinen.[2] Als laubabwerfender Strauch benötigt *H. macrophylla* eine Winterruhe und ist in den USDA-Zonen 5 bis 9 winterhart, wobei Spätfröste die Knospen schädigen können.[5][2] Die Pflanze ist an feuchte Standorte angepasst und reagiert aufgrund ihrer großen Blattfläche empfindlich auf Trockenstress und hohe Evaporation.[2] Zu den biotischen Stressfaktoren zählen sap-saugende Schädlinge wie Blattläuse (*Aphididae*) und Spinnmilben (*Tetranychus urticae*), die besonders bei Trockenheit und Hitze auftreten. Pilzliche Erreger wie Echter Mehltau (*Erysiphe polygoni*) und *Botrytis cinerea* infizieren die Pflanzen vorwiegend unter feuchten Bedingungen.[5]
Entwicklung über die Jahre
CN-106359438-A
Chemical
Unbekannt
Herstellungsverfahren einer synergistischen Pestizidzusammensetzung
Jiangsu Lvzhou Gardening Green Company Ltd. (2016)
Zusammenfassung
Dieses Patent beschreibt die Herstellung eines Pestizids, das spezifisch zur Bekaempfung von Insektenkrankheiten an Hydrangea macrophylla entwickelt wurde. Die Zusammensetzung enthaelt unter anderem Acetamiprid und Deltamethrin sowie synergistische Hilfsstoffe. Es wird eine Bekaempfungsrate von ueber 92% und eine langanhaltende Wirkung gegen Schaedlinge auf der Hortensie erreicht. Dies ist hochrelevant fuer den Pflanzenschutz dieser Spezies.