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Lexikon-Eintrag

Knoblauch Allium sativum

Knoblauch

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Liliopsida (Liliopsida)
Ordnung Asparagales (Asparagales)
Familie Amaryllidaceae
Gattung Allium
Art Allium sativum
Wissenschaftlicher Name Allium sativum L.
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
4
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 29.04.2026
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Einleitung

Der Knoblauch (*Allium sativum*) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Gattung Lauch (*Allium*) innerhalb der Familie der Narzissengewächse (Amaryllidaceae). Ursprünglich in Zentralasien beheimatet, wird die Art seit über 5.000 Jahren weltweit als bedeutende Gewürz-, Gemüse- und Heilpflanze kultiviert.[3][4] Die als Überdauerungsorgan dienende Zwiebel besteht aus mehreren Zehen, die bei mechanischer Verletzung durch die Bildung von Allicin ihr charakteristisches Aroma freisetzen. Botanisch grenzt sich die Art von verwandten Wildformen wie dem Bärlauch (*Allium ursinum*) durch ihre schmalen, gekielten Blätter und die komplexe Zwiebelstruktur ab.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Biologie von *Allium sativum* ist durch einen ausdauernden Lebenszyklus geprägt, der in der Kultur jedoch meist einjährig geführt wird und primär auf vegetativer Vermehrung basiert.[2] Da domestizierte Varietäten in der Regel steril sind (diploid, 2n = 16 Chromosomen), findet keine sexuelle Fortpflanzung über Samen statt; stattdessen erfolgt die Propagation klonal über Zehen oder Brutzwiebeln (Bulbillen).[2][1] Der Entwicklungszyklus beginnt mit der Pflanzung der Zehe, die als ruhende Knospe fungiert und zunächst Wurzeln sowie den embryonalen Spross entwickelt.[2] Physiologisch ist eine Vernalisationsphase von 6–8 Wochen bei Temperaturen unter 4 °C essenziell, um die spätere Zwiebelbildung zu induzieren. Das vegetative Wachstum der linearen Blätter erfolgt optimal bei moderaten Temperaturen von 10–25 °C im Frühjahr.[4] Mit zunehmender Tageslänge im späten Frühjahr und Frühsommer beginnt die Speicherphase, in der die Assimilate in die neu entstehende Zwiebel an der Basalplatte verlagert werden. Die Reifezeit bis zur Ernte beträgt in gemäßigten Klimazonen etwa 7–9 Monate, was durch das Vergilben und Absterben der unteren Blattetagen signalisiert wird. Zur chemischen Abwehr produziert die Pflanze bei Gewebeverletzung Allicin aus der Vorstufe Alliin, was als Fraßschutz gegen Herbivoren dient. Dennoch wird *Allium sativum* von spezialisierten Schädlingen befallen, insbesondere von der Zwiebelfliege (*Delia antiqua*), deren Larven Tunnel in Wurzeln und Zwiebeln fressen und Fäulnis auslösen. Thripse (*Thrips tabaci*) saugen Pflanzensaft aus den Blättern, was zu Silberglanz und Wuchsstörungen führt, während der Stängelälchen-Nematode (*Ditylenchus dipsaci*) das Zwiebelgewebe aufweicht und deformiert. Ein bedeutender Mortalitätsfaktor ist die Weißfäule, verursacht durch den Pilz *Sclerotium cepivorum*, der Dauerformen (Sklerotien) im Boden bildet und das Wurzelsystem zerstört. In ökologischen Nahrungsnetzen werden diese Schädlinge teils durch natürliche Feinde wie Laufkäfer und parasitoide Wespen reguliert.[2] Untersuchungen zeigen zudem, dass Knoblauchextrakte selbst insektizide Wirkungen besitzen, indem sie das Nervensystem von Arthropoden übererregen und Paralyse auslösen können.[4]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    17.09.2025

  • Abtsgmünd, 73453 Abtsgmünd, Germany

    20.07.2025

  • Stoccarda, Baden-Württemberg, Deutschland

    13.07.2025

  • Deutschland

    13.07.2025

  • Deutschland

    05.07.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

US-2021400989-A1 Biological Unbekannt

Landwirtschaftliches Pestizid enthaltend Extrakte aus Allium sativum und Heliopsis longipes

Flores Samaniego Beatriz (2019)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Die Erfindung stellt ein Insektizid vor, das auf einer synergistischen Mischung aus Knoblauchextrakt und Extrakt der Pflanze Heliopsis longipes basiert. Es wirkt spezifisch auf das Nervensystem von landwirtschaftlichen Schädlingen wie Milben und Insekten, indem es deren Fress- und Sexualverhalten stört und Paralyse auslöst. Das Mittel ist gegen alle Entwicklungsstadien (Eier, Larven, Adulte) wirksam.

WO-2015174817-A1 Chemical Unbekannt

Verbesserte synergistische Zusammensetzung auf Basis eines natürlichen Extrakts aus Allium sativum und synthetischen Insektizidverbindungen

Mezclas Y Fertilizantes S A DE C V (2015)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird eine Formulierung, die wässrigen Knoblauchextrakt mit synthetischen Insektiziden kombiniert, um deren Wirksamkeit zu steigern. Der Knoblauchextrakt verursacht eine Übererregung des Insektennervensystems, was die Schädlinge anfälliger für die chemischen Wirkstoffe macht. Diese Methode dient der Kontrolle verschiedener Schadinsekten in der Landwirtschaft durch Verhaltensänderung und physiologische Effekte.