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Marmorierte Baumwanze Halyomorpha halys

Marmorierte Baumwanze
Mittleres Risiko Invasive Art Allergen Physische Gefahr Nützling Kann beißen

Taxonomische Klassifikation

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie Pentatomidae
Gattung Halyomorpha
Art Halyomorpha halys
Wissenschaftlicher Name: Halyomorpha halys (Stål, 1855)
Akzeptierter Name
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Einleitung

Die Marmorierte Baumwanze (*Halyomorpha halys*) ist eine ursprünglich in Ostasien beheimatete Insektenart aus der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae).[1][2] Als invasive Spezies hat sie sich in Nordamerika und Europa etabliert und verursacht als polyphager Schädling an über 300 Wirtspflanzen, darunter Obst- und Gemüsekulturen, erhebliche ökonomische Schäden.[2] Die 12 bis 17 Millimeter großen Adulten zeichnen sich durch eine marmorierte braune Färbung sowie helle Bänder an den Beinen und Antennen aus.[3] Von verwechselbaren heimischen Arten unterscheidet sie sich insbesondere durch die weißen Ringe am vorletzten Fühlerglied sowie den glatten Schulterrand.[1]

Fakten (kompakt)

- Die offizielle Identifizierung der Art in den USA erfolgte erst im Jahr 2001, obwohl das erste Exemplar bereits im September 1998 in Allentown, Pennsylvania, gesammelt wurde und eine Präsenz seit etwa 1996 vermutet wird. - Mit Stand 2025 ist die Art in mindestens 47 US-Bundesstaaten, kanadischen Provinzen wie Ontario und Quebec sowie in europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz etabliert. - Im pazifischen Nordwesten der USA, speziell im Willamette Valley in Oregon, hat sich die Wanze zu einem Schlüsselschädling im Haselnussanbau entwickelt. - Das von den abdominalen Duftdrüsen abgesonderte Abwehrsekret wird geruchlich oft mit Koriander oder verbranntem Gummi assoziiert. - Für den Menschen besteht keine direkte Gefahr durch Bisse oder Krankheitsübertragung, jedoch kann das Sekret bei Kontakt allergische Reaktionen wie Rhinitis oder Bindehautentzündung (Konjunktivitis) auslösen. - Bekämpfungsstrategien umfassen neben Überwachungsfallen auch biologische Kontrollmaßnahmen, wie den Einsatz der Samurai-Wespe. - Die Fortpflanzungsrate variiert klimatisch bedingt, wobei typischerweise ein bis zwei Generationen pro Jahr hervorgebracht werden.[7]

Name & Einordnung

Die Art trägt den wissenschaftlichen Namen *Halyomorpha halys* (Stål, 1855). Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1855 durch den schwedischen Entomologen Carl Stål auf Basis von Exemplaren aus dem ostasiatischen Verbreitungsgebiet. Taxonomisch wird sie der Gattung *Halyomorpha* innerhalb der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae) zugeordnet, wobei sie genauer zur Unterfamilie Pentatominae und der Tribus Cappaeini zählt. In der wissenschaftlichen Literatur sind diverse Synonyme verzeichnet, darunter *Halyomorpha mista*, *Halyomorpha brevis*, *Halyomorpha remota*, *Poecilometis mistus* sowie *Dalpada brevis*. Obwohl morphologische und genetische Variationen im ursprünglichen Verbreitungsgebiet auftreten, werden aktuell keine formalen Unterarten anerkannt.[2] Im deutschsprachigen Raum hat sich die Bezeichnung „Marmorierte Baumwanze“ etabliert.[1] Der international gebräuchliche englische Trivialname lautet „Brown marmorated stink bug“. Dieser Name bezieht sich, ebenso wie die deutsche Entsprechung, auf die charakteristische marmorierte beziehungsweise gefleckte Musterung des Exoskeletts, welche die Art optisch abgrenzt.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die adulte *Halyomorpha halys* weist den für Pentatomiden typischen schildförmigen Körper auf, ist 12 bis 17 mm lang und fast ebenso breit.[2][1] Die Grundfärbung ist ein marmoriertes Braun-Grau, wobei die dorsale Musterung namensgebend für die Art ist. Der Kopf zeigt kupferfarbene oder bläulich-metallische Punktierungen sowie rote Augen, denen kleine Dornen vorgelagert sind. Ein entscheidendes Bestimmungsmerkmal sind die Antennen, die alternierende helle und dunkle Bänder aufweisen, insbesondere ein weißes Band am vorletzten Segment. Das Pronotum besitzt glatte, abgerundete Ränder ohne Zähne, weist jedoch an den Schulterkanten dornartige Vorsprünge auf. Auch die Beine und der Rand des Abdomens (Connexivum) sind mit alternierenden weißen Bändern gezeichnet, was die Unterscheidung von heimischen Arten erleichtert. Auf der Unterseite des Thorax befinden sich Stinkdrüsen, die bei Störung defensive Chemikalien absondern. Ein Sexualdimorphismus zeigt sich am terminalen Abdominalsegment: Männchen besitzen eine U-förmige Einbuchtung, während Weibchen eine abgerundete Spitze zur Eiablage haben. Die fass- oder ellipsenförmigen Eier sind etwa 1,6 mm lang, blassgelb bis hellgrün gefärbt und besitzen winzige Dornen am Operculum. Die Larven durchlaufen fünf Stadien, wobei das erste Stadium oval, leuchtend rot-orange gefärbt ist und schwarze Beine sowie einen schwarzen Kopf aufweist. Spätere Nymphenstadien wechseln zu grau-braunen Farbtönen mit schwarzen Markierungen und entwickeln im vierten und fünften Stadium sichtbare Flügelanlagen sowie weiße Abdominalbänder.[2] Zur Abgrenzung von verwechselbaren Arten dient vor allem das Fehlen von Zähnen am Pronotumrand sowie die weiße Antennenbänderung, die der Braunen Baumwanze (*Euschistus servus*) fehlt.[1] Im Gegensatz zur Grünen Stinkwanze (*Chinavia hilaris*), die schwarze Antennenbänder besitzt, zeigt *H. halys* weiße Bänderungen.[1] Die Südliche Grüne Stinkwanze (*Nezara viridula*) unterscheidet sich deutlich durch ihren hellgrünen Körper und rote Antennenbänder.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Marmorierte Baumwanze (*Halyomorpha halys*) ist ein bedeutender landwirtschaftlicher Schädling und zugleich ein Lästling im Siedlungsbereich, der durch seine Polyphagie an über 300 Pflanzenarten enorme ökonomische Schäden verursacht.[2][1] Durch das Anstechen von Früchten und die Injektion von Verdauungsenzymen entstehen Nekrosen, Verkorkungen und Deformationen („Katzenaugen“), die Ernteprodukte wie Äpfel, Pfirsiche und Haselnüsse oft unverkäuflich machen.[3][2] Das wirtschaftliche Schadpotenzial ist immens; so führte ein Massenauftreten im Jahr 2010 allein im mittelatlantischen Obstanbau der USA zu Verlusten von über 37 Millionen Dollar.[1] Im Herbst suchen die Adulten in großen Aggregationen Schutz in Gebäuden, wobei sie durch kleine Ritzen eindringen und bei Störung ein übelriechendes Sekret absondern, das Koriander oder verbranntem Gummi ähnelt.[4][2] Aus medizinischer Sicht ist *H. halys* kein Krankheitsüberträger, jedoch können die Abwehrsekrete (u. a. Trans-2-decenal) bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen wie Rhinitis oder Konjunktivitis auslösen.[1] Zur Überwachung der Populationen werden Pheromonfallen eingesetzt, die Aggregationspheromone mit Synergisten wie Methyldecatrienoat kombinieren.[6][2] Präventive Maßnahmen an Gebäuden umfassen das Abdichten von Fugen mit Silikon oder Schaum sowie die Installation engmaschiger Insektengitter, um das Eindringen in Wohnräume zu verhindern.[3][2] In der Landwirtschaft kommen physikalische Barrieren wie Netze zum Einsatz, während die chemische Bekämpfung oft auf Breitbandinsektizide wie Pyrethroide zurückgreift, deren Effizienz jedoch durch die Mobilität der Wanzen begrenzt ist.[1][2] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) liegt der Fokus zunehmend auf der biologischen Kontrolle durch den Samurai-Wespen-Eiparasitoiden *Trissolcus japonicus*, der in seinem Ursprungsgebiet Parasitierungsraten von bis zu 80 % erreicht.[1][3] Ergänzend werden innovative Ansätze wie Repellents auf Basis von Tridecan oder der Einsatz spezifischer Bakterienstämme (*Serratia*) zur biologischen Bekämpfung erforscht.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Halyomorpha halys durchläuft eine hemimetabole Entwicklung (unvollkommene Metamorphose) ohne Puppenstadium, die das Ei, fünf Nymphenstadien und die adulte Imago umfasst.[2] Die fassförmigen, blassgrünen Eier (ca. 1,6 mm lang) werden in Clustern von durchschnittlich 28 Stück auf Blattunterseiten abgelegt, wobei ein Weibchen im Laufe von 6–8 Wochen bis zu 300 Eier produzieren kann.[3][4] Nach dem synchronen Schlüpfen nach 4–5 Tagen bleiben die rot-orangen Larven des ersten Stadiums zunächst gesellig am Gelege, bevor sie sich zerstreuen und in den folgenden vier Stadien eine dunkelgraue bis braune Färbung sowie zunehmend ausgeprägte Flügelansätze entwickeln.[3][1] Die Gesamtentwicklung vom Ei bis zum Adulttier dauert bei optimalen Temperaturen von 25–30 °C etwa 40–60 Tage, wobei eine Temperaturschwelle von ca. 14–15 °C für das Wachstum notwendig ist.[3] Abhängig vom Klima variiert der Voltinismus stark: Während in nördlichen Verbreitungsgebieten meist eine Generation pro Jahr entsteht, können in subtropischen Heimatregionen wie China bis zu vier bis sechs Generationen auftreten.[3][1] Als extrem polyphage Art nutzt Halyomorpha halys über 300 Wirtspflanzen aus 49 Familien, wobei sowohl Nymphen als auch Adulte mittels stechend-saugender Mundwerkzeuge Pflanzensäfte aus Früchten, Samen und Stängeln extrahieren.[1][2] Dabei injizieren sie Verdauungsenzyme, die das Pflanzengewebe verflüssigen (Lacerate-and-Flush-Methode), was zu nekrotischen Flecken und Deformationen an landwirtschaftlichen Kulturen führt. Das Paarungsverhalten wird durch Vibrationssignale und Aggregationspheromone gesteuert, wobei Männchen und Weibchen promiscuitive Mehrfachpaarungen eingehen.[4] Im Herbst induzieren verkürzte Tageslängen (unter 13,5 Stunden) und sinkende Temperaturen eine reproduktive Diapause, woraufhin die Adulten Fettreserven anlegen und Überwinterungsaggregationen in geschützten Strukturen bilden.[4][2] Die Mortalität der Nymphen ist im Freiland durch generalistische Prädatoren wie Spinnen und Laufkäfer hoch, jedoch spielen spezialisierte Eiparasitoide die wichtigste Rolle in der natürlichen Regulation. Besonders effizient ist die Samurai-Wespe (Trissolcus japonicus), die im nativen asiatischen Areal Parasitierungsraten von 60–90 % erreicht und inzwischen auch in Invasionsgebieten etabliert ist.[1][3] Zusätzlich werden pathogene Bakterienstämme wie Serratia und entomopathogene Pilze erforscht, die bei Kontakt oder Aufnahme letal wirken können.[2][5]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    19.01.2026

  • Leipzig, Saxony, Deutschland

    18.01.2026

  • Marienbrunn, 04277 Leipzig-Süd, Deutschland

    18.01.2026

  • Michelsberg, 65183 Wiesbaden, Deutschland

    17.01.2026

  • Michelsberg, 65183 Wiesbaden, Deutschland

    17.01.2026

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Halyomorpha halys* erstreckt sich über Ostasien, wobei China, Japan, die Koreanische Halbinsel und Taiwan die Kernregionen bilden.[2][3] In diesen Gebieten besiedelt die Art gemäßigte Wälder, Obstplantagen und Agrarlandschaften bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern, wobei die Populationsdichte oberhalb von 1200 Metern aufgrund kühlerer Temperaturen deutlich abnimmt. Die weltweite Ausbreitung begann mit der versehentlichen Einschleppung in die Vereinigten Staaten, wo das erste Exemplar 1998 in Pennsylvania identifiziert wurde, nachdem die Art vermutlich bereits 1996 über Frachtcontainer eingereist war.[2] Mittlerweile ist die Wanze in 47 US-Bundesstaaten sowie in kanadischen Provinzen wie Ontario, Quebec und British Columbia etabliert. In Europa erfolgte der Erstnachweis im Jahr 2004 im Raum Zürich (Schweiz), von wo aus sich die Art rasch in benachbarte Länder ausbreitete.[1] Heute umfasst das europäische Areal 38 Länder, darunter flächendeckende Vorkommen in Italien und etablierte Populationen in Deutschland, Österreich und Frankreich.[3] Weitere invasive Populationen wurden in Südamerika, spezifisch in Chile (seit 2011), dokumentiert, während in Ozeanien strenge Biosicherheitsmaßnahmen eine dauerhafte Ansiedlung bisher verhinderten.[1] *Halyomorpha halys* zeigt eine hohe ökologische Plastizität und bewohnt ein breites Spektrum an Habitaten, das von natürlichen Gehölzbeständen bis zu urbanen Gärten und landwirtschaftlichen Monokulturen reicht.[3] Als polyphager Schädling nutzt sie dabei über 300 Wirtspflanzen, darunter Obstgehölze (z. B. *Malus*, *Prunus*) und Ackerfrüchte, als Nahrungsquelle.[1] Ein wesentliches Merkmal in den invasiven Gebieten ist das ausgeprägte Aggregationsverhalten an menschlichen Bauwerken zur Überwinterung, da diese Schutz vor Kälte bieten.[2] Im Gegensatz dazu suchen die Tiere im nativen Areal bevorzugt natürliche Unterschlüpfe wie Felsspalten oder die Rinde toter Bäume auf.[1] Die Entwicklung der Art ist an Temperaturen über 14–15 °C gebunden, weshalb sie vorwiegend in gemäßigten bis subtropischen Klimazonen gedeiht.[4]

Saisonalität & Aktivität

Die saisonale Aktivität von *Halyomorpha halys* beginnt im Frühjahr, typischerweise zwischen April und Mai, wenn die Umgebungstemperaturen konstant 10 °C überschreiten und die Adulten ihre Winterquartiere verlassen.[1][2] Nach einer Phase der Nahrungsaufnahme zur Regeneration der Fettreserven beginnt die Eiablage, woraufhin die Nymphen fünf Entwicklungsstadien durchlaufen.[1] Die Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig und benötigt vom Ei bis zum Adulttier bei optimalen Bedingungen von 25 bis 30 °C etwa 40 bis 60 Tage.[3] Unterhalb einer Temperaturschwelle von ca. 14 bis 15 °C kommt die Entwicklung der Nymphen hingegen zum Erliegen.[3] Die Generationenfolge (Voltinismus) passt sich den klimatischen Gegebenheiten an: In kühleren Regionen wie dem nördlichen Nordamerika entsteht meist nur eine Generation pro Jahr (univoltin). In wärmeren Gebieten sind zwei Generationen möglich, während im subtropischen Ursprungsgebiet Asiens bis zu sechs Generationen jährlich beobachtet wurden.[1] Im Spätsommer und Herbst induzieren verkürzte Tageslängen von unter 14 Stunden den Eintritt in die reproduktive Diapause.[3] In diesem Zeitraum, vorwiegend im September und Oktober, zeigen die Tiere ein ausgeprägtes Aggregationsverhalten und suchen geschützte Überwinterungsplätze wie Gebäude oder Baumrinden auf.[2] Dieses saisonale Auftreten korreliert mit Daten zum öffentlichen Suchinteresse, das in diesen Herbstmonaten seine jährlichen Höchststände erreicht. Während der Winterruhe stellen die Adulten die Nahrungsaufnahme ein und senken ihren Stoffwechsel, um Kälteperioden zu überdauern, wobei Temperaturen unter -10 °C in ungeschützten Bereichen zu hoher Mortalität führen können.[4]

Wissenschaftliche Forschung & Patente

US-9693557-B2 Chemical Erteilt

Verfahren und Zusammensetzungen zur Fresshemmung und Vertreibung der Marmorierten Baumwanze (BMSB), Halyomorpha halys

US Agriculture (2016)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Hier werden chemische Verbindungen wie Tridecan, E-2-Decenal und Isolongifolanon als Repellents (Vergrämungsmittel) beschrieben. Die Kernidee ist nicht das Anlocken, sondern das Abschrecken der Wanzen von Nutzpflanzen oder Gebäuden. Diese Substanzen wirken als Fresshemmer und verhindern Schäden an der Ernte. Die Methode bietet einen präventiven Schutz durch Modifikation des Verhaltens.

EP-3157330-A1 Pheromone Unbekannt

Zusammensetzungen und Verfahren zum Anlocken von Baumwanzen

Bedoukian Research Inc. (2015)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird eine synergistische Mischung aus dem Pheromon Murgantiol und spezifischen Estern (z.B. Decadienoate). Diese Kombination verstärkt die Anlockwirkung auf Halyomorpha halys und andere Baumwanzen signifikant im Vergleich zu Einzelkomponenten. Die Innovation liegt im Synergieeffekt, der die Effizienz von Fallen erhöht. Es dient dem Fangen, Töten oder Sterilisieren der Schädlinge.

US-9480261-B1 Biological Erteilt

Insektizider Stamm von Serratia zur Bekämpfung der Marmorierten Baumwanze (BMSB), Halyomorpha halys

US Agriculture (2014)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Das Patent stellt einen spezifischen Bakterienstamm (Serratia NRRL B-50575) vor, der als biologisches Bekämpfungsmittel wirkt. Dieser Stamm ist in der Lage, Halyomorpha halys bei Kontakt oder Aufnahme zu töten. Es handelt sich um eine biologische Alternative zu chemischen Pestiziden. Die Innovation liegt in der Isolierung eines für diesen Schädling hochwirksamen Mikroorganismus.

CA-2853991-C Chemical Erteilt

Verfahren und Zusammensetzungen zur Fresshemmung und Vertreibung der Marmorierten Baumwanze (BMSB), Halyomorpha halys

US Agriculture, Virginia Technology Intellectual Properties Inc. (2014)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dies ist das kanadische Pendant zum vorherigen Patent und beschreibt ebenfalls den Einsatz von Isolongifolanon-Analoga und anderen Verbindungen zur Abwehr. Es zielt darauf ab, Halyomorpha halys durch olfaktorische oder geschmackliche Reize von geschützten Bereichen fernzuhalten. Die Wirksamkeit beruht auf der negativen Reaktion der Wanzen auf diese spezifischen Moleküle.

KR-20150039512-A Pheromone Unbekannt

Mehrarten-Anlockung von Baumwanzen mit Pheromonverbindungskomplex und dazugehörige Falle

(2013)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine komplexe Pheromonmischung, die gleichzeitig Halyomorpha halys und andere Wanzenarten anlockt. Durch die Kombination verschiedener Aggregationspheromone in einem Köder werden Kosten und Aufwand reduziert. Es wurde nachgewiesen, dass sich die chemischen Komponenten nicht gegenseitig negativ beeinflussen. Dies ermöglicht den Einsatz einer einzigen Falle für ein breites Spektrum an Schädlingen.

Quellen & Referenzen

  1. https://www.gbif.org/species/4485843
  2. https://animaldiversity.org/accounts/Halyomorpha_halys/
  3. https://entomology.ces.ncsu.edu/brown-marmorated-stink-bug-in-north-carolina-3/
  4. https://www.newyorker.com/magazine/2018/03/12/when-twenty-six-thousand-stinkbugs-invade-your-home
  5. https://scijournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/ps.70154
  6. https://entomologytoday.org/2017/04/21/why-stink-bug-pheromone-traps-perform-poorly-during-winter-invasions/brown-marmorated-stink-bug-2/
  7. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)