Die Fortpflanzung von *Talpa europaea* erfolgt einmal jährlich, wobei die Paarungszeit in nördlichen Populationen typischerweise zwischen Februar und Mai liegt, während sie in südlichen Regionen bereits im Dezember beginnen kann.[3] Männchen weiten in dieser Phase ihre Reviere signifikant aus, um paarungsbereite Weibchen zu finden, was zu einem polygynandrischen Paarungssystem führt.[2] Nach einer Tragzeit von etwa 30 Tagen bringt das Weibchen in einer mit trockenem Pflanzenmaterial ausgepolsterten Nestkammer zwei bis sieben blinde und nackte Jungtiere zur Welt.[3][1] Die postnatale Entwicklung verläuft rasch: Das Fell bildet sich nach etwa 14 Tagen, und die Augen öffnen sich rund um den 22. Tag.[1] Die Entwöhnung ist nach fünf bis sechs Wochen abgeschlossen, woraufhin die Jungtiere im Alter von etwa zwei Monaten das mütterliche Gangsystem verlassen, um eigene Reviere zu etablieren.[2] Die Geschlechtsreife tritt mit etwa zehn Monaten ein, wobei die durchschnittliche Lebenserwartung in der Wildnis bei drei Jahren liegt. *Talpa europaea* ernährt sich primär insektivor, wobei Regenwürmer den Hauptanteil der Nahrung bilden und im Winter bis zu 90 % der Diät ausmachen können.[3] Ergänzt wird das Nahrungsspektrum durch Insektenlarven, Hundertfüßer, [Schnecken](/pages/lexikon/schnecken) und gelegentlich kleine Wirbeltiere, wobei ein adultes Tier täglich Nahrung im Umfang von 50 bis 100 % des eigenen Körpergewichts aufnimmt.[1][3] Um Nahrungsengpässe zu überbrücken, lähmen Maulwürfe Regenwürmer mit toxischem Speichel und lagern diese lebend in speziellen Vorratskammern. Für ihre grabende Lebensweise bevorzugt die Art tiefgründige, lockere und feuchte Böden, die reich an Invertebraten sind, während sandige, steinige oder stark verdichtete Substrate gemieden werden.[1]