Passionsblume –Passiflora vitifolia
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Taxonomische Klassifikation
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Malpighiales (Malpighiales)
Familie
Passifloraceae
Gattung
Passiflora
Art
Passiflora vitifolia
Wissenschaftlicher Name:
Passiflora vitifolia Kunth
Akzeptierter Name
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Einleitung
*Passiflora vitifolia* ist eine Pflanzenart aus der artenreichen Gattung der Passionsblumen (*Passiflora*) innerhalb der Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae).[1][3] Die mehrjährige, immergrüne Kletterpflanze ist in Höhenlagen von Nicaragua bis Peru heimisch und zeichnet sich durch weinlaubähnliche Blätter aus, worauf auch das Artepitheton verweist.[1] Neben der Nutzung ihrer essbaren Früchte dient die Art als Wirtspflanze für die Larven von Schmetterlingen wie *Dione juno* und *Heliconius hecale*.[1][2]
Fakten (kompakt)
- Systematisch wird die Art innerhalb der Abteilung der Gefäßpflanzen (Tracheophyta) der Klasse der Zweikeimblättrigen (Magnoliopsida) zugeordnet.[3] - In vergleichenden Studien zur Wirtspflanzenwahl zeigte sich, dass *Passiflora vitifolia* spezifisch von *Dione juno* und *Heliconius hecale* präferiert wird, während verwandte Schmetterlingsarten wie *Heliconius doris* oder *Heliconius sara* andere Passionsblumenarten (*Passiflora ambigua* bzw. *Passiflora auriculata*) bevorzugen. - Für wissenschaftliche Untersuchungen zur molekularen Evolution des Sozialverhaltens bei Heliconiini-Larven diente die Pflanze als primäre Nahrungsquelle in Zuchtexperimenten am Smithsonian Tropical Research Institute in Panama. - Feldbeobachtungen bestätigten, dass *Dione juno* opportunistisch Gelege auf *Passiflora vitifolia* in Außenbeständen platziert, wobei die daraus schlüpfenden Larven ein gregäres (geselliges) Verhalten auf der Pflanze zeigen.[2]
Name & Einordnung
Die Pflanzenart trägt den wissenschaftlichen Namen *Passiflora vitifolia*, wobei die Erstbeschreibung dem Botaniker Kunth zugeschrieben wird.[4][3] Das Art-Epitheton *vitifolia* ist lateinischen Ursprungs und setzt sich aus den Begriffen *vitis* (Wein) sowie *folium* (Blatt) zusammen. Diese etymologische Herleitung verweist auf die Form der Laubblätter, die an Weinlaub erinnern. Systematisch wird die Spezies in die Gattung der Passionsblumen (*Passiflora*) eingeordnet, welche die größte Gattung innerhalb der Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae) darstellt.[4] Innerhalb der Systematik gehört sie ferner zur Unterfamilie Passifloroideae sowie zur Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales).[4][3]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Passiflora vitifolia wächst als mehrjährige und immergrüne Kletterpflanze. Die wechselständigen, dunkelgrünen Laubblätter sind dreilappig und erreichen eine Länge von 5 bis 18 cm. Ihre Form erinnert an Weinlaub, wobei die Basis leicht herzförmig oder gestutzt ist. Die Blattspreiten sind spitz bis zugespitzt und am Rand grob gekerbt bis gesägt. Während die Blattoberseiten fein borstig beschaffen sind, weisen die Blattunterseiten eine weiche, bräunliche Behaarung auf. Auch die Triebe und Ranken sind mit diesen weichen, bräunlichen Haaren bedeckt. Die auffälligen, leuchtend roten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln und erreichen einen Durchmesser von bis zu 16 cm. Die doppelte Blütenhülle setzt sich aus fünf Kelch- und fünf Kronblättern zusammen. Dabei sind die Petalen kürzer als die bis zu 8 cm langen, kronblattartigen Sepalen. Ein charakteristisches Merkmal ist der ringförmig angeordnete Strahlenkranz (Nebenkrone), dessen äußere Reihe rot und die beiden inneren Reihen weiß gefärbt sind. In der Blütenmitte befinden sich die Fortpflanzungsorgane, bestehend aus fünf Staubgefäßen und drei Narben, die auf einem weit über die Blütenhülle hinausragenden Androgynophore zusammengefasst sind. Die aromatischen Früchte sind eiförmige bis ellipsoide Beeren, die 5 bis 7 cm lang werden. Sie sind grün mit weißen Sprenkeln, fein behaart und enthalten viele Samen, die von einem Arillus umhüllt sind.[4]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Art *Passiflora vitifolia* besitzt eine wirtschaftliche Bedeutung als Zierpflanze sowie als Nutzpflanze aufgrund ihrer essbaren Früchte. Die aromatischen, eiförmigen Beeren, die eine Länge von 5 bis 7 cm erreichen, werden beispielsweise auf den Westindischen Inseln kultiviert und konsumiert.[1] Aus ökologischer Sicht fungiert die Pflanze als essenzielle Wirtspflanze für die Larvenentwicklung verschiedener Schmetterlinge aus der Tribus Heliconiini. Spezifisch nutzen die Arten *Heliconius hecale* und *Dione juno* *Passiflora vitifolia* als bevorzugte Futterpflanze. Ein erhebliches Schadpotenzial für die Pflanze geht dabei von den Larven von *Dione juno* aus, die ein ausgeprägtes gregäres (geselliges) Verhalten zeigen. Dieses Gruppenverhalten führt dazu, dass die Larven gemeinsam fressen, was zu einer kollektiven Entlaubung (Defoliation) der Wirtspflanze führen kann. Der Fraßdruck durch solche Herbivoren stellt einen starken Selektionsfaktor dar, auf den Pflanzen oft mit der Entwicklung von Abwehrmechanismen reagieren.[7] Für die Fruchtbildung und den Erhalt der Populationen ist in der Natur die Bestäubung durch Kolibris der Gattung *Phaethornis* notwendig.[1]
Passionsblume Bilder und Fotos von echten Sichtungen
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Biologie & Lebenszyklus
Passiflora vitifolia wächst als mehrjährige und immergrüne Kletterpflanze. Die Bestäubung der zwittrigen Blüten erfolgt am Naturstandort durch Kolibris der Gattung *Phaethornis*. Morphologisch zeichnet sich die Blüte durch ein Androgynophor aus, eine Säule, die die Fortpflanzungsorgane weit über die Blütenhülle hinaushebt. Die daraus entstehenden Früchte sind vielsamige, essbare Beeren, die eine Länge von 5 bis 7 cm erreichen. Sie sind eiförmig bis ellipsoid, fein behaart und weisen eine grüne Färbung mit weißen Sprenkeln auf, wobei die Samen im Inneren von einem Arillus umhüllt sind.[1] In ihrer ökologischen Funktion dient *Passiflora vitifolia* als Wirtspflanze für die Larven spezifischer Schmetterlingsarten aus der Tribus Heliconiini. Untersuchungen in Panama zeigten, dass sie die bevorzugte Futterpflanze für *Heliconius hecale* sowie für *Dione juno* darstellt. Insbesondere *Dione juno* nutzt die Pflanze zur Eiablage in Gelegen, woraufhin sich die Larven gesellig (gregär) auf der Wirtspflanze entwickeln.[2]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Passiflora vitifolia* umfasst weite Teile Mittel- und Südamerikas. Es reicht von Nicaragua im Norden bis nach Venezuela, Bolivien und Peru. In diesen Gebieten kommt die Art vorwiegend in Höhenlagen zwischen 200 und 1100 Metern über dem Meeresspiegel vor. Neben den natürlichen Vorkommen wird die Pflanze auch in anderen Regionen angebaut. So ist *Passiflora vitifolia* beispielsweise auf den Westindischen Inseln in Kultur zu finden. Der Grund für die Kultivierung ist unter anderem die Nutzung der essbaren Früchte. In ihrem natürlichen Lebensraum interagiert die Pflanze mit spezifischen Tierarten. Die Bestäubung der Blüten erfolgt in der Natur durch Kolibris der Gattung *Phaethornis*.[6] Zudem dient *Passiflora vitifolia* als wichtige Wirtspflanze für die Larvenentwicklung bestimmter Schmetterlinge. Feldstudien in Panama, etwa in der Region Gamboa, belegen die Nutzung durch Falter der Tribus Heliconiini. Insbesondere für die Arten *Dione juno* und *Heliconius hecale* stellt sie eine bevorzugte Nahrungsquelle dar. Beobachtungen zeigten, dass *Dione juno* Eier an Pflanzen ablegt, die unter tropischen Umgebungsbedingungen wachsen.[7]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Saisonalität & Aktivität
Passiflora vitifolia wächst als mehrjährige und immergrüne Kletterpflanze.[1] Aufgrund dieser Eigenschaften steht sie in ihrem Verbreitungsgebiet potenziell ganzjährig als Ressource zur Verfügung und dient beispielsweise als Wirtspflanze für die Eiablage und Larvenentwicklung von Schmetterlingen wie *Dione juno* und *Heliconius hecale*.[2] Das allgemeine öffentliche Suchinteresse an Passionsblumen zeigt im Jahresverlauf eine deutliche Saisonalität mit einem Maximum im Frühjahr, wobei die höchsten Werte in den Monaten April und Mai erreicht werden.[5]
Quellen & Referenzen
- Wikipedia-Artikel OCR: Passiflora vitifolia (Quelltext)
- https://doi.org/10.1093/molbev/msaf179
- https://www.gbif.org/species/2874186
- Wikipedia-Artikel Passiflora vitifolia (OCR-Text)
- Suchinteresse-Zeitreihe: Passionsblume (Aggregierte Daten)
- Passiflora vitifolia - Artikel (OCR-Scan aus bereitgestelltem Dokument)
- Cicconardi, F. et al. (2025): Convergent Molecular Evolution Associated With Repeated Transitions to Gregarious Larval Behavior in Heliconiini. Molecular Biology and Evolution, 42, 1–15. https://doi.org/10.1093/molbev/msaf179
- Bettina Ulmer, Torsten Ulmer: Passionsblumen – Eine faszinierende Gattung. Witten, 1997, ISBN 3-00-000684-2
- Cicconardi et al.: Convergent Molecular Evolution Associated With Repeated Transitions to Gregarious Larval Behavior in Heliconiini. Molecular Biology and Evolution, 2025, 42, 1–15. https://doi.org/10.1093/molbev/msaf179