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Raps –Brassica napus
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Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Brassicales (Brassicales)
Familie
Brassicaceae
Gattung
Brassica
Art
Brassica napus
Wissenschaftlicher Name
Brassica napus L.
Akzeptierter Name
Community-Analyse
2
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
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Zuletzt am 23.04.2026
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Einleitung
Raps (*Brassica napus*) ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), die weltweit als bedeutende Ölfrucht kultiviert wird. Die Art ist ein Allotetraploid, der ursprünglich aus einer Hybridisierung von Rübsen (*Brassica rapa*) und Gemüsekohl (*Brassica oleracea*) hervorging. Als drittwichtigste Pflanzenölquelle der Welt liefert Raps Rohstoffe für Speiseöl, Biodiesel und industrielle Schmierstoffe, während das verbleibende Schrot als proteinreiches Tierfutter dient. Züchterisch bearbeitete Sorten mit reduzierten Gehalten an Erucasäure und Glucosinolaten sind international, insbesondere in Nordamerika, auch unter der Bezeichnung Canola bekannt.[1]
Raps Bilder und Fotos von echten Sichtungen
8 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
Brassica napus ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze, deren Lebenszyklus in eine vegetative und eine reproduktive Phase unterteilt ist.[2] Winterraps benötigt eine Vernalisation von 4 bis 6 Wochen bei 0–10 °C, um nach der herbstlichen Rosettenbildung im Frühjahr das Schossen und Blühen zu initiieren.[1] Sommerformen vollenden ihren Zyklus hingegen in einer einzigen Saison ohne diesen Kältereiz und priorisieren schnelle Biomasseakkumulation. Die Keimung erfolgt aus kugelförmigen, 1,5 bis 2,5 mm großen Samen, woraufhin sich ein Wurzelsystem mit einer tiefen Pfahlwurzel entwickelt.[2] Diese Wurzelarchitektur ermöglicht der Pflanze den Zugang zu Feuchtigkeit im Unterboden und verleiht ihr eine gewisse Trockenheitsresistenz.[5] Physiologisch liegt das Temperaturoptimum für die Photosynthese zwischen 10 und 25 °C, wobei vegetative Rosetten Kälte bis zu -10 °C tolerieren.[2][5] Die Blütezeit in gemäßigten Regionen erstreckt sich meist von April bis Mai, wobei sich leuchtend gelbe, kreuzförmige Blüten in endständigen Trauben bilden.[2] Die Bestäubung erfolgt sowohl durch Insekten, insbesondere Honigbienen, als auch durch Selbstbestäubung, wobei Fremdbestäubungsraten variieren können.[5] Nach der Befruchtung entwickeln sich 4 bis 8 cm lange Schoten (Siliquen), die bei der Reife längs aufplatzen und 15 bis 30 ölhaltige Samen freisetzen.[2] Raps produziert Glucosinolate als sekundäre Pflanzenstoffe, die bei Gewebeverletzung zu Isothiocyanaten hydrolysieren und als Fraßschutz gegen Generalisten wirken. Zu den spezifischen Fressfeinden zählen Erdflöhe (*Phyllotreta* spp.), die Keimlinge und Kotyledonen defoliieren. Der Rapsglanzkäfer (*Meligethes aeneus*) ernährt sich als Imago von Pollen und Nektar in den Knospen, was zum Abwurf der Blütenanlagen führt. Larven des Rapserdflohs (*Psylliodes chrysocephala*) minieren in den Blattstielen und erhöhen die Mortalität der Pflanzen im Winter. Pilzliche Pathogene wie *Plasmodiophora brassicae* verursachen Gallenbildungen an den Wurzeln, welche die Wasseraufnahme blockieren und zu Ertragsverlusten führen.[1] Die Pflanze geht keine symbiotische Stickstofffixierung ein, nutzt aber Wurzelexsudate zur Interaktion mit Bodenmikroben für die Nährstoffmobilisierung.[2] Hybridisierungen mit wilden Verwandten wie *Brassica rapa* sind möglich, wobei Hybriden oft eine reduzierte Fitness aufweisen.[5]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen