Der **Rosmarin** (*Salvia rosmarinus*, Synonym *Rosmarinus officinalis*) ist ein immergrüner, aromatischer Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), der ursprünglich im Mittelmeerraum von Portugal bis Vorderasien verbreitet ist.[1][2] Die Art wurde im Jahr 2017 aufgrund phylogenetischer DNA-Analysen von der Gattung *Rosmarinus* in die Gattung *Salvia* (Salbei) überführt.[1][3] Morphologisch ähnelt er dem Australischen Rosmarin (*Westringia rosmariniformis*), lässt sich jedoch durch seinen intensiven, harzigen Duft und die meist blauen Blüten von diesem unterscheiden.[1]
Rosmarin Bilder und Fotos von echten Sichtungen
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Biologie & Lebenszyklus
Der Rosmarin (*Salvia rosmarinus*, syn. *Rosmarinus officinalis*) ist ein ausdauernder, immergrüner Halbstrauch, der unter günstigen Bedingungen eine Lebensdauer von 10 bis 20 Jahren erreichen kann.[1][3] Die generative Fortpflanzung erfolgt über kleine, lippenförmige Blüten, die primär vom späten Winter bis zum Frühling erscheinen und Bestäuber wie Bienen anlocken.[2] Die Samen weisen eine ausgeprägte Dormanz auf, was zu niedrigen Keimraten von oft nur 15 bis 30 % führt. Die Keimung verläuft langsam und benötigt bei optimalen Bodentemperaturen von 15 bis 24 °C etwa 14 bis 21 Tage, kann sich jedoch unter suboptimalen Bedingungen auf bis zu vier Wochen verlängern. Nach der Emergenz konzentriert sich die Entwicklung im ersten Jahr auf die Etablierung des Wurzelsystems, wobei Sämlinge in einer Saison typischerweise eine Höhe von 30 bis 60 cm erreichen.[7] Vegetativ breitet sich die Pflanze in der Natur auch durch Absenker aus, wenn tief hängende Zweige Bodenkontakt haben und Wurzeln bilden.[3] Als Xerophyt besitzt *Rosmarinus officinalis* physiologische Anpassungen an Trockenstress, darunter ein tiefreichendes Wurzelsystem zur Erschließung unterirdischer Wasserreserven. Die ledrigen, nadelartigen Blätter minimieren durch ihre reduzierte Oberfläche und eine waxy Kutikula die Transpiration, während die filzig behaarte Unterseite (Indumentum) zusätzlich vor Austrocknung schützt.[2] Drüsenhaare (Trichome) auf der Blattoberfläche produzieren ätherische Öle wie 1,8-Cineol und Kampfer, die als chemische Abwehr gegen Fressfeinde fungieren.[2][6] Zudem zeigt die Art allelopathische Effekte, indem freigesetzte flüchtige Terpene die Keimung und das Wachstum konkurrierender Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung hemmen.[2] Physiologisch ist der Strauch an mediterrane Klimata angepasst (USDA-Zonen 8–10) und toleriert Temperaturen bis ca. -7 °C, reagiert jedoch empfindlich auf anhaltenden Frost. Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählen Pilzinfektionen wie Echter Mehltau oder *Botrytis*-Fäule, die besonders bei schlechter Belüftung und Staunässe auftreten. Als Schädlinge treten unter anderem Spinnmilben, Blattläuse und Wollläuse auf, die die Pflanze vorwiegend in feuchten oder geschützten Mikroklimata befallen.[1] Ökologisch tritt Rosmarin oft als Pionierpflanze in gestörten Küstenhabitaten auf und trägt dort zur Bodenstabilisierung bei.[2]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Bremen, Bremen, Deutschland
04.12.2025
Am Kurpark, Bad Hersfeld, Hesse, Deutschland
17.11.2025
Esbeck(Schöningen) Schule, 38364 Schöningen, Deutschland
04.11.2025
Germany
02.11.2025
St Martin, Rhineland-Palatinate, Deutschland
29.10.2025
Daten: iNaturalist
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Wissenschaftliche Forschung & Patente
CN-109497100-ABiologicalUnbekannt
Pestizidzusammensetzung enthaltend Extrakte aus wildem Majoran und Rosmarinus officinalis sowie deren Herstellungsverfahren und Anwendung
Chengdu New Sun Crop Science Company Ltd. (2019)
Relevanz:8/10
Zusammenfassung
Beschrieben wird ein botanisches Pestizid, das aus Extrakten von wildem Majoran und Rosmarin besteht. Die Wirkstoffe werden mittels organischer Lösungsmittelextraktion gewonnen. Das Mittel ist effektiv gegen Grauschimmel (Botrytis), verursacht keine Umweltverschmutzung oder Rückstände und verhindert durch die Vielstoffkomponente Resistenzen.