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Sanddorn Hippophae rhamnoides

Sanddorn

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Rosales (Rosales)
Familie Elaeagnaceae
Gattung Hippophae
Art Hippophae rhamnoides
Wissenschaftlicher Name Hippophae rhamnoides L.
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 08.04.2026
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Einleitung

*Hippophae rhamnoides*, bekannt als Sanddorn, ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Die Pflanze ist bekannt für ihre dornigen Stämme, schmalen, silbrig-grünen, lanzettlichen Blätter und kleinen, orangefarbenen, kugelförmigen Beeren, die bis in den Winter hinein bestehen bleiben.[1] *H. rhamnoides* ist in den gemäßigten Regionen Europas und Asiens heimisch und wird aufgrund ihrer Fähigkeit zur Bodenstabilisierung und Erosionskontrolle als Pionierpflanze eingesetzt.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Hippophae rhamnoides*, allgemein bekannt als Sanddorn, ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum, der typischerweise 1–6 m, selten bis zu 18 m hoch wird. Die Art ist zweihäusig, wobei männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen vorkommen. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.[3] Für einen effektiven Fruchtansatz ist ein optimales Verhältnis von männlichen zu weiblichen Pflanzen (z. B. 1:6 bis 1:8) entscheidend, da die natürlichen Sämlingsverhältnisse ungefähr 1:1 sind. Die kleinen, unscheinbaren Blüten erscheinen im zeitigen Frühjahr vor dem Laubaustrieb; männliche Blüten befinden sich in silbrigen Kätzchen von etwa 5 mm Länge, während weibliche Blüten einzeln oder in kurzen Büscheln stehen. Die Früchte entwickeln sich an weiblichen Pflanzen zu ovalen bis elliptischen Steinfrüchten von 6–9 mm Länge und 5–8 mm Breite, die von blassgelb bis leuchtend orange oder rot gefärbt sind. Jede Beere wiegt 270–480 mg und enthält einen einzelnen harten Samen. Die Beeren sind dicht entlang der Zweige angeordnet und bleiben auch nach der Reife fest haften. Das Wurzelsystem ist ausgedehnt und dichotomisch, mit vertikalen Wurzeln, die bis zu 4 m Tiefe reichen, und horizontalen Wurzeln, die sich seitlich 6–10 m ausbreiten. Die Wurzeln bilden oft Aktinorrhiza-Knöllchen in Symbiose mit *Frankia*-Bakterien zur Stickstofffixierung. Diese Symbiose ermöglicht es der Pflanze, in stickstoffarmen Böden zu gedeihen, wobei die Wurzelknöllchen jährlich etwa 180 kg N/ha fixieren können.[3] Zusätzlich zur Stickstofffixierung geht *H. rhamnoides* arbuskuläre Mykorrhiza-Verbindungen (AM) mit Pilzen wie *Funneliformis mosseae* ein, was die Phosphoraufnahme aus dem Boden verbessert. Diese Pilze besiedeln die Wurzelrinde und erhöhen die verfügbaren Phosphorwerte im Boden. *Hippophae rhamnoides* ist bemerkenswert anpassungsfähig an verschiedene Bodentypen und toleriert pH-Werte von 5,5 bis 8,3. Die Pflanze weist auch eine Toleranz gegenüber Schwermetallen wie Blei (Pb) und Zink (Zn) auf und reichert diese Schadstoffe hauptsächlich in den Wurzeln an.[3] In salzhaltigen Umgebungen setzt *H. rhamnoides* Ionenausschlussmechanismen auf Wurzelebene ein, um die Natriumaufnahme (Na⁺) zu beschränken und die Translokation in die Sprosse zu begrenzen.[3] Die Kältebeständigkeit von *H. rhamnoides* ermöglicht es der Pflanze, Temperaturen bis zu -43 °C zu überstehen, indem sie Frostschutzproteine absondert, die die Eisrekristallisation hemmen. Die Lebenserwartung der Pflanze kann bis zu 30 Jahre betragen. Schließlich trägt *Hippophae rhamnoides* wesentlich zur Erosionskontrolle in fragilen Ökosystemen bei, indem es seine ausgedehnten, tiefen Wurzelsysteme nutzt, um den Boden an Hängen und Flussufern zu binden und so den Abfluss und den Sedimentverlust zu reduzieren. Die Sträucher dienen als wichtiger Lebensraum für verschiedene Wildtiere, wobei die hartnäckigen orangefarbenen Beeren eine wichtige Winternahrungsquelle für Vögel und kleine Säugetiere darstellen.[3]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    18.01.2026

  • Nußdorf am Inn, Hauptstraße, 83131 Nußdorf am Inn, Deutschland

    11.01.2026

  • Berlin-Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland

    11.01.2026

  • Deutschland

    04.01.2026

  • Deutschland

    04.01.2026

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

WO-2021251934-A1 Chemical Anmeldung

Verfahren zur Gewinnung von mit Liposomentechnologie verkapseltem Sanddornextrakt für kosmetische Formeln

University of Yeditepe (2021)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt eine fortschrittliche Methode zur Verkapselung von Sanddornöl mittels Liposomentechnologie und Mikrofluidisierung. Die Formulierung enthält wichtige ungesättigte Fettsäuren wie Omega-7 und Omega-6 zur Hautregeneration. Durch die liposomale Verkapselung wird die Stabilität und Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe in kosmetischen Produkten signifikant verbessert.

WO-2022129750-A1 Biological Anmeldung

Kosmetische Verwendung eines Hippophae rhamnoides-Kuchenhydrolysats

Basf Beauty Care Solutions France Sas (2021)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Die Erfindung nutzt das Hydrolysat des Presskuchens (Rückstand der Ölpressung) von Sanddorn zur Förderung des Haarwachstums und zur Behandlung von Alopezie. Es verbessert die biomechanischen Eigenschaften der Hautanhangsgebilde. Dies ist besonders innovativ, da es ein Abfallprodukt der Sanddornverarbeitung zu einem wertvollen kosmetischen Wirkstoff aufwertet.

WO-2022071692-A1 Biological Anmeldung

Zusammensetzung mit Hippophae rhamnoides-Blattextrakt als Wirkstoff zur Linderung, Vorbeugung oder Behandlung von Diabetes mellitus-Komplikationen

Korea Food Research Institute (2021)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird die Verwendung von Sanddornblattextrakt zur Behandlung von Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus. Der Extrakt kann als funktionelles Lebensmittel, Medikament oder Tierfutter eingesetzt werden. Die Innovation liegt in der spezifischen Anwendung der Blätter (statt der Früchte) zur Bekämpfung diabetischer Komplikationen.

KR-101931305-B1 Biological Erteilt

Zusammensetzung zur Verbesserung, Behandlung oder Vorbeugung von Fettleibigkeit und nicht-alkoholischer Fettleber mit Extrakt aus Zingiber mioga und Hippophae rhamnoides-Blattkomplex

Frombio Company Ltd., Agency For Korea National Food Cluster Anfc (2018)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine pharmazeutische oder Lebensmittelzusammensetzung, die einen Komplex aus Zingiber mioga-Extrakt und Sanddornblattextrakt (Hippophae rhamnoides) enthält. Diese Kombination zeigt eine synergistische Wirkung bei der Linderung von Fettleibigkeit und Fettleber, die über die Wirkung der einzelnen Extrakte hinausgeht. Die Innovation liegt in der spezifischen Kombination dieser beiden Pflanzenextrakte zur Stoffwechselregulierung.

CN-108186511-A Chemical Unbekannt

Haarpflegezusammensetzung mit Hippophae rhamnoides-Fruchtöl

Foshan Jiaofu Biotechnology Company Ltd. (2018)

Relevanz: 7/10

Zusammenfassung

Es wird eine Haarpflegezusammensetzung vorgestellt, die Sägepalmenextrakt, Sonnenblumenöl und Sanddornfruchtöl in spezifischen Massenverhältnissen kombiniert. Die Formulierung zielt darauf ab, das Haar zu nähren, freie Radikale zu entfernen und einen Anti-Aging-Effekt zu erzielen. Die Innovation besteht in der spezifischen Mischung der Öle für einen umfassenden Pflegeeffekt von innen nach außen.