Schlehen –Prunus spinosa
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Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Rosales (Rosales)
Familie
Rosaceae
Gattung
Prunus
Art
Prunus spinosa
Wissenschaftlicher Name
Prunus spinosa L.
Akzeptierter Name
Einleitung
*Prunus spinosa*, bekannt als Schlehe, ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Art ist in Europa, Westasien und Nordwestafrika heimisch. Die Schlehe zeichnet sich durch ihre dornigen Zweige und die blauschwarzen Früchte, die sogenannten Schlehen, aus.[1]
Schlehen Bilder und Fotos von echten Sichtungen
8 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
*Prunus spinosa*, auch bekannt als Schlehe, ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum, der typischerweise eine Höhe von 1–4 m erreicht. Die Art pflanzt sich sowohl durch Samen als auch vegetativ durch Wurzelausläufer fort. Die Blüten von *Prunus spinosa* werden hauptsächlich von Insekten bestäubt, darunter Bienen und Fliegen, die die früh blühenden weißen Blüten wegen Nektar und Pollen besuchen. Die frühe Blütezeit im Frühjahr, oft von März bis April, macht sie zu einer wichtigen Ressource für Bestäuber wie Honigbienen, Hummeln, Solitärbienen und Schwebfliegen. Die Blätter von *Prunus spinosa* dienen als Nahrungsquelle für verschiedene *Lepidoptera*-Larven und tragen so zu den Herbivorie-Mustern in ihrem Ökosystem bei.[1] So legen beispielsweise die Raupen des Zitronenfalters (*Opisthograptis luteolata*) ihre Eier auf *P. spinosa* und fressen die Blätter.[1] Auch die Larven von Schmetterlingsarten wie dem Braunen Eichenzipfelfalter (*Thecla betulae*) und dem Schwarzen Eichenzipfelfalter (*Satyrium pruni*) sind auf *P. spinosa* als primäre Wirtspflanze angewiesen und fressen im Frühjahr die Blätter während ihrer Entwicklung. Die Früchte, bekannt als Schlehen, werden von Vögeln wie Drosseln (*Turdus* spp.) und Amseln (*Turdus merula*) gefressen, die zur Samenverbreitung beitragen, indem sie die Beeren aufnehmen und keimfähige Samen von der Mutterpflanze weg ausscheiden. Säugetiere wie kleine Nagetiere können ebenfalls zur Ausbreitung beitragen, indem sie nicht gefressene Früchte verstecken. *Prunus spinosa* bietet durch ihre dichte, dornige Wuchsform auch Lebensraumvorteile für Wildtiere. Die Dickichte bieten sichere Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten für Vögel wie Singdrosseln und Heckenbraunellen und schützen sie vor Raubtieren und widrigem Wetter. Kleine Säugetiere, darunter Igel und Wühlmäuse, nutzen das Unterholz zur Deckung und Nahrungssuche. Die scharfen Dornen halten größere Pflanzenfresser wie Hirsche und Nutztiere vom Äsen ab und erhalten so die Struktur der Pflanze und kommen indirekt den kleineren Arten zugute, indem sie die Unversehrtheit des Lebensraums erhalten. *Prunus spinosa* ist anfällig für mehrere Pilzpathogene, die ihre Früchte und Wurzeln in natürlichen Lebensräumen befallen können. Der Pilz *Taphrina pruni* verursacht Taschenkrankheit-Gallen, die zu chemisch induzierten Verzerrungen und Verformungen der sich entwickelnden Schlehen führen, wodurch diese ungenießbar werden und die Keimfähigkeit der Samen verringert wird.[1] Honigpilze (*Armillaria mellea*) können bei *P. spinosa* Wurzelfäule verursachen, obwohl die Art im Vergleich zu anderen *Prunus*-Arten eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber diesem Pathogen aufweist; eine Infektion führt zu Kambiumfäule, schlechtem Wachstum und im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze. Blattläuse wie *Hyalopterus pruni* (Mehlige Pflaumenlaus) saugen Pflanzensaft aus Blättern und Trieben, was zu Einrollen, Kümmerwuchs und Honigtauproduktion führt, die Rußtau fördert. Spätfröste im Frühjahr schädigen häufig die früh blühenden Blüten und reduzieren den Fruchtansatz, indem sie das Fortpflanzungsgewebe vor der Bestäubung abtöten. Obwohl der Strauch nach der Etablierung eine gute Trockenheitstoleranz aufweist, können längere Trockenperioden das Wiederaustreiben und das Wachstum einschränken, insbesondere in sandigen Böden.[1] Umgekehrt reagiert *P. spinosa* empfindlich auf Staunässe, wobei gesättigte Böden zu Sauerstoffmangel in den Wurzeln, Wurzelfäule und allgemeinem Rückgang führen. Die Art ist selbstinkompatibel, was eine Kreuzbestäubung für eine erfolgreiche Vermehrung erforderlich macht.[1]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen