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Spitzmäuse Soricidae

Spitzmäuse
Mittleres Risiko Kann beißen Giftig Krankheitsüberträger Physische Gefahr

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Chordatiere (Chordata)
Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Soricomorpha (Soricomorpha)
Familie Soricidae
Art Soricidae
Wissenschaftlicher Name Soricidae
Akzeptierter Name

Einleitung

Die **Spitzmäuse** (*Soricidae*) sind eine Familie der kleinen Säugetiere, die taxonomisch zur Ordnung der Insektenfresser (*Eulipotyphla*) gehören und somit mit Igeln und Maulwürfen verwandt sind. Trotz ihrer äußeren Ähnlichkeit mit Mäusen sind sie nicht mit den Nagetieren verwandt, sondern unterscheiden sich von diesen durch eine bewegliche, rüsselartige Nase sowie ein raubtierartiges Gebiss.[1] Die Familie wird in die zwei Unterfamilien der Rotzahnspitzmäuse (*Soricinae*) und der Weißzahnspitzmäuse (*Crocidurinae*) unterteilt, die weltweit mit zahlreichen Arten in fast allen Lebensräumen außer den Polargebieten vertreten sind.[1][2] Aufgrund ihres extrem hohen Stoffwechsels sind diese Tiere auf eine nahezu permanente Nahrungsaufnahme von Insekten und anderen Wirbellosen angewiesen.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzungsbiologie der Spitzmäuse (*Soricidae*) ist durch eine hohe Reproduktionsrate gekennzeichnet, um die kurze Lebenserwartung und hohe Mortalität zu kompensieren. Rotzahnspitzmäuse (*Soricinae*) weisen eine Tragzeit von 20 bis 25 Tagen auf und bringen jährlich zwei bis drei Würfe mit oft mehr als fünf Jungtieren zur Welt.[1] Bei den Weißzahnspitzmäusen (*Crocidurinae*) dauert die Trächtigkeit mit ca. 30 Tagen etwas länger, wobei die Wurfgrößen meist geringer ausfallen.[1] Die Jungtiere werden als nackte und blinde Nesthocker geboren (altricial) und wiegen bei der Geburt oft nur 0,2 bis 0,4 Gramm.[1][2] Die Entwicklung verläuft rasant: Die Augen öffnen sich nach etwa 10 bis 14 Tagen und die Entwöhnung erfolgt bereits zwischen dem 20. und 30. Lebenstag.[2] Eine Besonderheit bei *Crocidura*-Arten ist die Karawanenbildung, bei der sich Jungtiere bei Störungen oder Umzügen in das Fell des Vordertieres verbeißen, um der Mutter sicher zu folgen.[1] Die Geschlechtsreife tritt sehr früh ein, bei einigen Arten sind Weibchen bereits im Alter von sechs Wochen paarungsbereit.[2] Das Paarungsverhalten variiert stark zwischen den Arten; während die Waldspitzmaus (*Sorex araneus*) promiskuitiv lebt, bildet die Hausspitzmaus (*Crocidura russula*) oft monogame Paare.[1] Die Lebenserwartung ist in der Natur auf durchschnittlich 12 bis 30 Monate begrenzt, da die Tiere meist keinen zweiten Winter überleben.[1][2] Ein kritischer Faktor ist der extrem hohe Stoffwechsel, der eine tägliche Nahrungsaufnahme von bis zu 200 % des eigenen Körpergewichts an Wirbellosen erfordert.[1] Um den Winter zu überstehen, nutzen Weißzahnspitzmäuse den Torpor (Hungerschlaf), während Rotzahnspitzmäuse das Dehnel-Phänomen zeigen, bei dem Organe und Schädel schrumpfen, um Energie zu sparen.[1][3] Zu den natürlichen Feinden zählen Eulen, Katzen und Füchse, wobei letztere die Tiere aufgrund ihrer moschusartigen Drüsensekrete oft töten, aber nicht fressen.[1]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Homburg, Am Bischbach, 97855 Triefenstein, Germany

    16.01.2026

  • Deutschland

    15.01.2026

  • Deutschland

    11.01.2026

  • Am Rebhang, Efringen-Kirchen, Baden-Württemberg, Deutschland

    11.01.2026

  • Ingelheim am Rhein, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    11.01.2026

Daten: iNaturalist