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Thymian Thymus vulgaris

Thymian

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Lamiales (Lamiales)
Familie Lamiaceae
Gattung Thymus
Art Thymus vulgaris
Wissenschaftlicher Name Thymus vulgaris L.
Akzeptierter Name

Einleitung

*Thymus vulgaris*, bekannt als Echter Thymian oder Garten-Thymian, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Diese immergrüne, mehrjährige Halbstrauch-Art ist im südlichen Europa beheimatet. *Thymus vulgaris* wird weltweit als Küchenkraut und Zierpflanze angebaut.[1] Innerhalb der Gattung *Thymus* zeichnet sich *T. vulgaris* durch seinen aufrechten, buschigen Wuchs aus, im Gegensatz zu kriechenden Arten wie *T. serpyllum*.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Thymus vulgaris*, auch bekannt als Echter Thymian, ist ein mehrjähriger Halbstrauch. Er wird typischerweise 15 bis 30 cm hoch. Die Vermehrung erfolgt über Samen, Stecklinge oder durch Ableger. Die Pflanze ist gynodiözisch, das heißt, es gibt sowohl zwittrige als auch weibliche Pflanzen. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, die von den nektar- und pollenreichen Blüten angelockt werden. Die Blüten sind protandrisch und dichogam, was die Selbstbestäubung minimiert und die Fremdbestäubung fördert. Hermaphroditische Pflanzen sind selbstinkompatibel und benötigen für eine erfolgreiche Samenproduktion eine Kreuzbestäubung. Weibliche Pflanzen sind vollständig auf Pollen von Hermaphroditen angewiesen.[1] Die Samen sind klein (ca. 1 mm) und von einem beständigen Kelch umgeben, der den Schutz bei der Ausbreitung unterstützt. Die Ausbreitung erfolgt hauptsächlich durch den Wind. Die Keimung der Samen erfolgt am besten in gestörten, gut durchlässigen Böden mit geringem organischen Anteil. *Thymus vulgaris* kann sich auch vegetativ vermehren, indem sich am Boden liegende Stängel bewurzeln. Zu den Schädlingen gehören Blattläuse (*Aphis* spp.), die den Saft aus jungen Trieben saugen und zu gekräuselten und verformten Blättern führen. Spinnmilben (*Tetranychus urticae*) können bei heißen, trockenen Bedingungen feine Netze und gelbe Sprenkelungen auf dem Laub verursachen. Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne javanica*) befallen die Wurzeln und verursachen Gallen, die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und das Wachstum hemmen. Zu den Pilzkrankheiten gehört die Wurzelfäule, die durch *Phytophthora nicotianae* verursacht wird und in zu nassen oder schlecht durchlässigen Böden auftritt. Echter Mehltau, typischerweise von *Erysiphe* spp., tritt in feuchten Umgebungen auf und bildet einen weißen, pudrigen Belag auf den Blättern. Bakterielle und virale Infektionen sind selten, können aber vorkommen. Die Pflanze ist trockenheitstolerant, was die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten verringert.[1] Ein fungizides Pflanzenschutzmittel auf Basis von mikroverkapseltem Thymianöl kann eingesetzt werden. Das ätherische Öl wird in einem Biopolymer aus Gelatine und Chitosan eingeschlossen, um eine stabile Form als Mikrotröpfchen zu gewährleisten. Dies ermöglicht eine kontrollierte Freisetzung und verbesserte Anwendungssicherheit im Agrarbereich. Die Formulierung kann auch Rapsöl und spezifische Emulgatoren enthalten. Extrakte aus *Thymus vulgaris* können auch zur Bekämpfung von Fischparasiten in der Fischzucht eingesetzt werden.[7]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    23.09.2025

  • Wiebüschen, Delingsdorf, Schleswig-Holstein, Deutschland

    23.09.2025

  • Naturpark Südschwarzwald, Wehr, Baden-Württemberg, Deutschland

    25.07.2025

  • Deutschland

    24.07.2025

  • Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    21.06.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CZ-308145-B6 Biological Unbekannt

Fungizides Pflanzenschutzmittel auf Basis von ätherischem Öl aus Thymus vulgaris, Herstellung und Verwendung

Agrotest Fyto S R O, Ceska Zemedelska Univerzita V Praze (2016)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Hier wird ein fungizides Pflanzenschutzmittel vorgestellt, das auf mikroverkapseltem Thymianöl basiert. Das ätherische Öl wird in einem Biopolymer aus Gelatine und Chitosan eingeschlossen, um eine stabile Form als Mikrotröpfchen zu gewährleisten. Dies ermöglicht eine kontrollierte Freisetzung und verbesserte Anwendungssicherheit im Agrarbereich. Die Formulierung enthält zudem Rapsöl und spezifische Emulgatoren.

WO-2014036667-A1 Biological Unbekannt

Ätherische Öle aus Thymus vulgaris (Thymian) und Origanum vulgare (Oregano) und Zusammensetzungen, die diese enthalten

University of Pontificia Catolica Chile (2013)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt ein kontinuierliches Extraktionsverfahren für ätherische Öle aus Pflanzen der Familie Lamiaceae mittels einer Drehkonuskolonne. Die gewonnenen Öle weisen einen besonders hohen Gehalt an Carvacrol und Thymol auf. Diese Inhaltsstoffe wirken als starke Fungizide. Die Innovation liegt in der effizienten Gewinnung hochwirksamer natürlicher Fungizide für den Pflanzenschutz.

KR-100865745-B1 Biological Erteilt

Zusammensetzung zur Bekämpfung von Meloidogyne spp. umfassend Extrakt aus Quillaja saponaria

Korea Crop Prot Company Ltd., Lee Dong Woon (2008)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Es wird eine umweltfreundliche Zusammensetzung zur Bekämpfung von Wurzelgallennematoden (Meloidogyne spp.) beschrieben. Die Hauptkomponente ist Quillaja saponaria, jedoch wird Thymus vulgaris als einer der möglichen synergistischen Pflanzenextrakte genannt. Die Anwendung erfolgt durch Bodenbehandlung, um Pflanzenschäden zu minimieren.

JP-2007131611-A Biological Unbekannt

Zusammensetzung zur Bekämpfung von Fischparasiten unter Verwendung natürlicher Pflanzenextrakte

Binex Company Ltd. (2006)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft die Nutzung von Extrakten aus Thymus vulgaris, Azadirachta indica (Neem) oder Zitronengras zur Bekämpfung von Parasiten in der Fischzucht. Ziel ist es, chemische Präparate und deren Nebenwirkungen zu ersetzen. Die Methode stärkt gleichzeitig die physiologische Aktivität der Fische und hilft bei der Genesung von parasitären Infektionen.