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Verpiss Dich Pflanze Plectranthus ornatus

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Verpiss Dich Pflanze

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Lamiales (Lamiales)
Familie Lamiaceae
Gattung Coleus
Art Plectranthus ornatus
Wissenschaftlicher Name Plectranthus ornatus Codd

Einleitung

Die als **Verpiss-dich-Pflanze** bekannte Sorte wird botanisch der Art *Coleus comosus* (Synonym: *Plectranthus ornatus*) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) zugeordnet. Im Handel wird sie oft unter der Bezeichnung *Coleus canina* („Katzenschreck“) geführt, während sie in anderen Regionen unter Trivialnamen wie „boldo“ oder „falso boldo“ auch volksmedizinische Verwendung findet.[2][1] Die taxonomische Abgrenzung gilt als komplex, da morphologische Ähnlichkeiten häufig zu Verwechslungen mit verwandten Arten wie *Plectranthus barbatus* oder *Plectranthus neochilus* führen.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Art *Plectranthus ornatus* (Syn. *Coleus comosus*) ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreicht.[2] Sie zeichnet sich durch ein schnelles Wachstum aus und besitzt die physiologische Fähigkeit, sich an verschiedene Biome sowie Ressourcenmangel wie fehlendes Sonnenlicht oder Regen anzupassen. Die sukkulenten Blätter sind gegenständig angeordnet und verfügen über Wasserspeichergewebe sowie Schleimablagerungen, die die Pflanze vor Dehydrierung schützen. Anatomisch weist das Blattwerk eine amphistomatische Struktur auf, bei der diacytische Spaltöffnungen sowohl auf der Blattober- als auch auf der Unterseite vorhanden sind.[1] Die Blütezeit der Pflanze erstreckt sich in der Regel von April bis September.[2] Die Vermehrung erfolgt leicht sowohl in Kultur als auch spontan durch Verwilderung, weshalb die Art in Südafrika inzwischen als invasiv eingestuft wird.[2][1] Physiologisch ist *Plectranthus ornatus* durch die Produktion sekundärer Metaboliten in spezialisierten Drüsenhaaren (Trichomen) gekennzeichnet. Diese Drüsen sezernieren ein Gemisch, das reich an Diterpenen und ätherischen Ölen wie Alpha-Pinen und Caryophyllen ist. Diese flüchtigen Verbindungen dienen der Abwehr von Herbivoren und Pathogenen, dem Schutz vor abiotischem Stress sowie der Anlockung von Bestäubern. Als zusätzlicher Abwehrmechanismus gegen Fraßfeinde werden toxische Calciumoxalat-Kristalle in den Idioblasten eingelagert. Die chemische Zusammensetzung der Öle kann je nach Umweltbedingungen variieren, was die ökologische Interaktion der Pflanze beeinflusst.[1] Bezüglich der Standortbedingungen bevorzugt die Art sonnige bis halbschattige Plätze. Die Pflanze verfügt über keine ausgeprägte Kältetoleranz und gedeiht nicht unterhalb einer Temperatur von 8 °C.[2]