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Waldmeister Galium odoratum

Waldmeister

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Gentianales (Gentianales)
Familie Rubiaceae
Gattung Galium
Art Galium odoratum
Wissenschaftlicher Name Galium odoratum (L.) Scop.
Akzeptierter Name

Einleitung

*Galium odoratum*, bekannt als Waldmeister, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Die Art ist in Europa, Nordafrika und gemäßigten Zonen Asiens heimisch. Der Gattungsname *Galium* leitet sich vom griechischen Wort *gála* (γάλα) ab, was „Milch“ bedeutet und sich auf die historische Verwendung bestimmter Arten der Gattung zur Dicklegung von Milch für die Käseherstellung bezieht. Das Artepitheton *odoratum* stammt vom lateinischen *odoratus* ab und bedeutet „duftend“ oder „aromatisch“, was auf das charakteristische süße, heuartige Aroma der Pflanze anspielt, das durch Cumarin in ihren Blättern und Blüten erzeugt wird und sich beim Trocknen verstärkt.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Galium odoratum* ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die ihren Lebenszyklus über mehrere Jahre vollendet und unter optimalen Bedingungen bis zu 10 Jahre überdauern kann. Als Waldpflanze überwintert sie, indem sie bis zu ihrem Wurzelsystem und ihren Rhizomen zurückstirbt. In milderen Klimazonen behält sie oft ein immergrünes Laub, bevor sie im Frühjahr aus den basalen Strukturen austreibt.[4] Die Vermehrung von *G. odoratum* erfolgt hauptsächlich vegetativ über schlanke Rhizome und Ausläufer. Diese ermöglichen es der Pflanze, sich horizontal auszubreiten und dichte, klonale Bestände von mehreren Metern Durchmesser zu bilden. Die sexuelle Fortpflanzung über Samen spielt eine untergeordnete Rolle bei der Rekrutierung. Die Art weist eine fakultative Xenogamie auf, wobei ein hohes Pollen-zu-Samenanlagen-Verhältnis die Fremdbestäubung fördert. Es können jedoch Selbstkompatibilitäten auftreten, wobei potenzielle Selbstinkompatibilitätsmechanismen die Kreuzbestäubung begünstigen. Die Samen entwickeln sich zu Schizokarpen mit hakigen Borsten und benötigen eine Kältebehandlung zur Keimung. Typischerweise ist eine Periode feuchter Kühlung erforderlich, um die Keimruhe zu brechen und eine lebensfähige Etablierung der Sämlinge zu erreichen. Die kleinen weißen Blüten erscheinen im späten Frühjahr, typischerweise von Mai bis Juli, abhängig von der geographischen Breite und dem lokalen Klima. Die Fruchtreife erfolgt kurz darauf im Sommer. Der charakteristische Duft der Pflanze, der von Cumarinverbindungen im Laub herrührt, verstärkt sich saisonal beim Welken oder Trocknen, insbesondere nach der Blüte und Fruchtbildung. Die kleinen weißen Blüten locken durch Nektar und Pollen eine Reihe von Bestäubern an. Die Pflanze bietet Bienen und verschiedenen anderen bestäubenden Insekten, darunter kleinen Bienen, Fliegen und Schwebfliegen, Nektar und Pollen, die die Kreuzbestäubung in ihren schattigen Waldhabitaten unterstützen. Die Ausbreitung der Samen erfolgt über Epizoochorie, wobei die stacheligen Schizokarpe am Fell oder an den Federn von Tieren haften bleiben, wodurch eine kurzstreckige Ausbreitung hauptsächlich durch kleine Säugetiere und Vögel ermöglicht wird.[4]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    18.01.2026

  • Habichtswald Nature Park, Wolfhagen, Hesse, Deutschland

    14.01.2026

  • Germany

    14.01.2026

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    10.01.2026

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    06.01.2026

Daten: iNaturalist