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Silberfisch Nest finden
Januar 25, 2026 Silberkraft

Silberfisch Nest finden

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Sie schalten nachts das Licht im Badezimmer oder in der Küche an, und plötzlich huscht ein kleiner, silbriger Schatten über den Boden und verschwindet blitzschnell unter einer Fußleiste. Dieses Szenario ist vielen Hausbesitzern und Mietern bekannt. Doch wo ein Silberfischchen ist, sind meist noch viele andere. Die brennende Frage lautet daher: Wo verstecken sich die restlichen Tiere, und wie kann man das Silberfisch-Nest finden, um die Plage an der Wurzel zu packen? Die Suche nach dem Brutplatz dieser Urinsekten gleicht oft einer Detektivarbeit, da sie Meister der Tarnung sind und extrem spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum stellen. In diesem Artikel erfahren Sie, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und biologischen Fakten, wie Sie die Verstecke systematisch aufspüren, welche Umgebungsbedingungen die Tiere magisch anziehen und wie Sie Silberfischchen von ihren resistenteren Verwandten, den Papierfischchen, unterscheiden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kein klassisches Nest: Silberfischchen bauen keine Nester wie Ameisen oder Wespen, sondern bilden sogenannte Aggregationen an Orten mit optimalen Mikroklimata.
  • Feuchtigkeit ist der Schlüssel: Lepisma saccharinum benötigt zwingend eine relative Luftfeuchtigkeit von über 75 %, um zu überleben und sich fortzupflanzen.
  • Temperaturpräferenz: Die Tiere bevorzugen warme Bereiche zwischen 20 °C und 30 °C; Kälte verlangsamt ihren Lebenszyklus massiv.
  • Nachtaktivität: Die Suche ist tagsüber oft erfolglos, da die Tiere extrem lichtscheu sind und sich tief in Ritzen zurückziehen.
  • Verwechslungsgefahr: Finden Sie "Silberfische" in trockenen Räumen, handelt es sich oft um das widerstandsfähigere Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata).
  • Nahrungsquellen: Nester befinden sich oft in direkter Nähe zu stärkehaltigen Nahrungsquellen (Tapetenkleister, Hautschuppen, Schimmelpilze).

Der Mythos vom "Nest": Wie Silberfische wirklich leben

Wenn wir von einem "Nest" sprechen, stellen wir uns oft eine zentrale Baute vor, in der eine Königin Eier legt. Bei Silberfischchen (Lepisma saccharinum) ist dies jedoch biologisch nicht korrekt. Diese primitiven Insekten, die zur Ordnung der Zygentoma gehören, sind keine staatenbildenden Insekten. Dennoch findet man sie oft in großen Gruppen zusammen. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigen, dass Silberfischchen und ihre Verwandten, wie das Papierfischchen, über Aggregationspheromone kommunizieren. Das bedeutet, sie senden chemische Signale aus, die Artgenossen anlocken [1].

Ein "Nest" ist im Falle der Silberfische also eher ein Rückzugsort (Harbourage), der zwei kritische Bedingungen erfüllt: Schutz vor Licht und Fressfeinden sowie ein perfektes Mikroklima. Da die Tiere sehr langlebig sind – sie können bis zu vier oder sogar fünf Jahre alt werden und sich ihr ganzes Leben lang häuten – können sich an diesen Orten über Jahre hinweg stabile Populationen aufbauen [2].

Warnung: Unterschätzte Populationen

Wenn Sie ein einzelnes Silberfischchen sehen, ist dies oft nur die Spitze des Eisbergs. Studien zeigen, dass bei Monitoring-Fallen oft nur ein Bruchteil der Population gefangen wird. Ein sichtbares Tier kann auf bis zu 50 versteckte Tiere in den Hohlräumen hindeuten, insbesondere da die Tiere sehr lange ohne Nahrung auskommen können und sich tief in die Bausubstanz zurückziehen.

Biologische Indikatoren: Wo Sie suchen müssen

Um das Versteck zu finden, müssen Sie wie ein Silberfischchen denken. Die Biologie des Tieres gibt den entscheidenden Hinweis auf den Standort der Aggregation. Die Tiere besitzen keine Flügel und sind auf Laufen angewiesen, weshalb sich die Brutstätten meist in Bodennähe oder in Wänden befinden, selten jedoch frei im Raum.

1. Der Faktor Feuchtigkeit

Das gewöhnliche Silberfischchen ist physiologisch darauf angewiesen, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen. Forschungen belegen, dass die kritische Grenze bei etwa 75 % relativer Luftfeuchtigkeit liegt. Unterhalb dieses Wertes trocknen die Tiere und insbesondere ihre Eier und Nymphen aus [3]. Das "Nest" muss sich also zwingend an einer feuchten Stelle befinden. Suchen Sie gezielt nach:

  • Undichten Silikonfugen in Duschen und Badewannen.
  • Kondenswasserbildung an Kaltwasserleitungen.
  • Bereichen hinter Waschmaschinen oder Spülmaschinen.
  • Feuchten Wänden durch bauliche Mängel oder Schimmelbildung.

2. Der Faktor Temperatur

Die optimale Entwicklungstemperatur liegt zwischen 25 °C und 30 °C. Bei diesen Temperaturen schlüpfen die Larven schneller und die Population wächst exponentiell. In kühleren Bereichen (unter 10-15 °C) findet kaum noch Aktivität statt [2]. Ein Nest im unbeheizten, trockenen Dachboden ist für das gewöhnliche Silberfischchen daher unwahrscheinlich, für das Papierfischchen jedoch möglich.

3. Der Faktor Nahrung

Silberfischchen sind Allesfresser mit einer Vorliebe für Kohlenhydrate (Zucker, Stärke). Ihr wissenschaftlicher Name saccharina deutet bereits darauf hin. Nester befinden sich oft in der Nähe von:

  • Abgelösten Tapeten (Kleister enthält Stärke).
  • Verschmutzten Fugen (Hautschuppen, Haare).
  • Schimmelpilzsporen (diese dienen oft als primäre Nahrungsquelle in feuchten Räumen).

Systematische Suche: Raum für Raum

Die Suche nach dem Nest sollte systematisch erfolgen. Beginnen Sie dort, wo die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist.

Das Badezimmer: Der Hotspot Nr. 1

In den meisten Fällen liegt der Ursprung eines Silberfisch-Befalls im Bad. Da die Tiere nachtaktiv sind, sollten Sie eine Inspektion spät abends oder nachts durchführen. Nutzen Sie eine Taschenlampe und leuchten Sie gezielt in:

  • Risse in Fliesenfugen.
  • Den Spalt zwischen Türzarge und Bodenfliese.
  • Revisionsklappen an der Badewanne (dahinter ist es oft feucht und dunkel).
  • Lose Bodenfliesen.

Die Küche: Wärme und Nahrung

Küchen bieten durch Kochdünste eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und durch Lebensmittelreste reichlich Nahrung. Prüfen Sie:

  • Den Sockelbereich der Einbauküche (nehmen Sie die Sockelleiste ab).
  • Hinter dem Kühlschrank (Wärmeabstrahlung des Kompressors).
  • Risse im Mauerwerk hinter Schränken.

Schlaf- und Wohnräume: Achtung Verwechslungsgefahr!

Finden Sie "Silberfische" im Bett, im Bücherregal oder in trockenen Wohnräumen, haben Sie es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit dem gewöhnlichen Silberfischchen zu tun, sondern mit dem Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) oder dem Geisterfischchen. Diese Arten tolerieren deutlich trockenere Umgebungen (bis zu 50 % Luftfeuchtigkeit sind für sie kein Problem) und breiten sich im ganzen Haus aus [1].

Praxis-Tipp: Die Klebestreifen-Methode

Um ein Nest genau zu lokalisieren, platzieren Sie Klebefallen (Monitoring-Fallen) strategisch an verschiedenen Orten im Raum. Stellen Sie die Fallen direkt an die Wand, da sich die Tiere thigmotaktisch verhalten (sie suchen Kontakt zu Oberflächen). Überprüfen Sie die Fallen nach einer Woche. Dort, wo die meisten Tiere gefangen wurden, befindet sich das Nest in unmittelbarer Nähe.

Unterscheidungshilfe: Silberfischchen vs. Papierfischchen

Die korrekte Identifikation ist entscheidend, um das Nest zu finden. Suchen Sie nach einem Feuchtbiotop, wenn es eigentlich ein Trockenbewohner ist, werden Sie das Nest nie finden.

Merkmal Silberfischchen (Lepisma saccharina) Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata)
Größe (ohne Anhänge) ca. 10–12 mm bis zu 15–18 mm (deutlich größer)
Aussehen Silbrig glänzend, eher glatt Grau, gesprenkelt, matter, "borstiger"
Schwanzanhänge Kürzer als der Körper Oft länger als der Körper
Lebensraum Feucht (Bad, Keller), Bodenbereich Trocken möglich, klettert Wände hoch, in Büchern/Papier

Wenn Sie Tiere an Wänden, in Bücherregalen oder in Kartons im trockenen Dachboden finden, handelt es sich fast immer um Papierfischchen. Deren "Nester" sind oft in Wellpappe, Büchern oder hinter Regalen versteckt [1] [4].

Strategien zur Beseitigung der Brutstätten

Haben Sie den Bereich des Nests lokalisiert, reicht es nicht, nur die sichtbaren Tiere zu töten. Eine nachhaltige Bekämpfung erfordert einen integrierten Ansatz (Integrated Pest Management - IPM) [4].

1. Entzug der Lebensgrundlage (Klima)

Die effektivste Methode gegen Silberfischchen ist die Trockenlegung. Senken Sie die relative Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 50 %. Dies kann durch konsequentes Lüften (Stoßlüften), Heizen oder den Einsatz von Bautrocknern erreicht werden. Ohne ausreichende Feuchtigkeit können sich die Nymphen nicht häuten und sterben ab. Achtung: Papierfischchen sind resistenter gegen Trockenheit, hier hilft Kälte (unter 16 °C stoppt die Entwicklung) oder Hitze [5].

2. Verschluss der Zugänge

Offene Fugen, Risse in der Wand und lose Tapeten müssen verschlossen werden. Silikonfugen im Bad sollten auf Dichtigkeit geprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Dies nimmt den Tieren den Rückzugsort und verhindert die Eiablage in geschützten Bereichen.

3. Gezielter Einsatz von Fraßködern

Da Silberfischchen und Papierfischchen auch tote Artgenossen fressen (Kannibalismus), können Fraßköder sehr effektiv sein. Moderne Gelköder (z.B. mit dem Wirkstoff Indoxacarb oder Clothianidin) haben sich in Studien als äußerst wirksam erwiesen. Die Tiere fressen den Köder, ziehen sich ins Nest zurück, verenden dort und werden von Artgenossen gefressen, was zu einem Kaskadeneffekt führt (Sekundärvergiftung) [6]. Platzieren Sie winzige Köderpunkte (Stecknadelkopfgröße) so nah wie möglich an den vermuteten Verstecken und Laufwegen.

4. Hygiene und Staubsaugen

Regelmäßiges Staubsaugen, insbesondere in Ritzen und entlang von Fußleisten, entfernt nicht nur Nahrungsquellen (Hautschuppen, Krümel), sondern auch Eier und Larven. Entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel danach sofort außerhalb der Wohnung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Können Silberfische Krankheiten übertragen?

Nein, nach aktuellem wissenschaftlichem Stand gelten Silberfischchen als hygienisch unbedenklich. Sie übertragen keine Krankheiten auf den Menschen. Sie gelten primär als Lästlinge und Materialschädlinge, da sie an stärkehaltigen Materialien (Bücher, Tapeten) fressen können [2].

Wie sehen die Eier von Silberfischen aus?

Die Eier sind oval, etwa 1 mm lang und anfangs weißlich, verfärben sich aber später gelblich-braun. Sie werden meist einzeln oder in kleinen Gruppen tief in Ritzen und Spalten abgelegt, weshalb sie mit bloßem Auge extrem schwer zu finden sind [5].

Warum habe ich Silberfische im Neubau?

Neubauten haben oft noch eine hohe Baufeuchte in den Wänden und im Estrich (Beton braucht lange zum Austrocknen). Dies schafft ideale Bedingungen für Silberfischchen. Zudem werden Papierfischchen häufig über Baumaterialien, Umzugskartons oder Verpackungsmaterial eingeschleppt [6].

Helfen Hausmittel wie Backpulver oder Lavendel?

Hausmittel haben oft nur eine begrenzte oder vergrämende Wirkung. Backpulver mit Zucker kann tödlich wirken, wenn es gefressen wird, bekämpft aber selten die gesamte Population im Nest. Lavendel vertreibt die Tiere eventuell kurzzeitig, tötet sie aber nicht. Für eine Tilgung des Nests sind sie meist nicht ausreichend.

Kommen Silberfische aus dem Abfluss?

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass sie im Abfluss leben. Sie halten sich oft in der Nähe von Abflüssen auf, weil es dort feucht ist und sie dort trinken können. Sie klettern jedoch meist an den Rohren außen entlang oder kommen aus Fugen in der Nähe, nicht direkt aus der Kanalisation.

Fazit

Das "Silberfisch-Nest" ist kein physisches Bauwerk, sondern ein gut geschützter, feuchter Rückzugsort in der Bausubstanz Ihres Hauses. Um die Plage dauerhaft loszuwerden, ist das bloße Töten einzelner Tiere nicht zielführend. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Identifikation der Art (Silberfisch vs. Papierfisch), der Lokalisierung der Aggregationspunkte durch Monitoring-Fallen und der konsequenten Veränderung der Umweltbedingungen (Feuchtigkeitsreduktion). Kombiniert mit modernen Gelködern lässt sich so auch ein hartnäckiger Befall kontrollieren. Handeln Sie geduldig: Da die Entwicklungszyklen der Tiere lang sind, kann eine vollständige Tilgung mehrere Wochen bis Monate dauern.

Quellen und Referenzen

  1. Aak, A., Rukke, B.A., Ottesen, P.S., Hage, M. (2019): Long-tailed silverfish (Ctenolepisma longicaudata) – biology and control. Norwegian Institute of Public Health, Oslo.
  2. Reichholf, J. H. (2002): Altersaufbau und Aktivität einer Population des Silberfischchens Lepisma saccharina L. Mitteilungen der Zoologischen Gesellschaft Braunau, Bd. 8, Nr. 2: 205-217.
  3. Sellenschlo, U.: Silberfischchen (Lepisma saccharina). Schädlingsart: Lästling. Steckbrief und Biologie.
  4. Nithack, F. J. (2019): Bestandserhaltung konkret: Strategien zur Bekämpfung von Papierfischchen. LWL-Archivamt für Westfalen.
  5. Lindsay, E. (194

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