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Lexikon-Eintrag

Katzenfloh Ctenocephalides felis

Katzenfloh
Mittleres Risiko Allergen Kann beißen Physische Gefahr Kann stechen Nützling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Flöhe (Siphonaptera)
Familie Pulicidae
Gattung Ctenocephalides
Art Ctenocephalides felis
Wissenschaftlicher Name Ctenocephalides felis (Bouché, 1835)
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
4
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 27.04.2026
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Einleitung

Der **Katzenfloh** (*Ctenocephalides felis*) ist ein flügelloser, seitlich abgeplatteter Ektoparasit aus der Familie der Pulicidae, der eine Körperlänge von 1 bis 4 Millimetern erreicht.[1][2] Er gilt weltweit als die häufigste Flohart bei Hauskatzen sowie Hunden und ist als Vektor für Pathogene wie *Bartonella henselae* oder *Rickettsia felis* von veterinär- und humanmedizinischer Bedeutung.[3][2] Vom nah verwandten Hundefloh (*Ctenocephalides canis*) lässt sich die Art mikroskopisch durch eine flachere, länglichere Stirnform sowie die Anzahl der Borsten an den Hinterbeinen unterscheiden.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Der Katzenfloh (*Ctenocephalides felis*) durchläuft eine holometabole Entwicklung über die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago, wobei Weibchen nach der Blutmahlzeit täglich 20 bis 50 glatte, ovale Eier auf dem Wirt ablegen, die anschließend in die Umgebung fallen. Unter optimalen Bedingungen kann ein Weibchen im Laufe seines Lebens bis zu 2.000 Eier produzieren, wobei die Eiablage typischerweise 24 bis 48 Stunden nach der ersten Blutaufnahme beginnt.[2][1] Aus den Eiern schlüpfen nach 2 bis 14 Tagen beinlose, lichtscheue Larven, die drei Stadien (L1 bis L3) durchlaufen und dabei von 1,5 mm auf bis zu 5 mm heranwachsen.[2][3] Diese Larven ernähren sich saprophag von organischem Detritus und dem kotartigen „Flohschmutz“ adulter Flöhe, der aus unverdautem Blut besteht und essenzielle Proteine liefert.[2][6] Das dritte Larvenstadium spinnt einen klebrigen Seidenkokon, der Partikel aus der Umgebung wie Staub oder Sand bindet und so eine effektive Tarnung bietet. Während die Metamorphose bei 25–30 °C oft nur 7 bis 14 Tage dauert, kann das Puppenstadium in einer diapause-ähnlichen Ruhephase bis zu einem Jahr verharren, um ungünstige Umweltbedingungen oder Wirtsabwesenheit zu überbrücken. Der Schlupf der fertigen Imago wird durch mechanische Vibrationen, Wärme und einen Anstieg der CO₂-Konzentration ausgelöst, was die Anwesenheit eines potenziellen Wirtes signalisiert.[2][1] Adulte Flöhe sind obligate Blutsauger, wobei die Paarung ausschließlich auf dem Wirt stattfindet und Weibchen täglich das bis zu 15-fache ihres Körpergewichts an Blut aufnehmen.[3][1] Auf dem Wirt leben adulte Tiere durchschnittlich zwei bis drei Monate, während sie ohne Wirt und Blutmahlzeit oft nur wenige Tage bis maximal 12 Tage überleben. Die Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig, mit einem Optimum zwischen 21 °C und 30 °C sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 bis 85 %. Kälte unter dem Gefrierpunkt ist für alle Stadien letal, und eine relative Luftfeuchtigkeit unter 50 % führt zur Austrocknung von Eiern und Larven.[2] *Ctenocephalides felis* beherbergt endosymbiotische Bakterien der Gattung *Wolbachia*, die maternell vererbt werden und die reproduktive Fitness sowie die Zusammensetzung der Darmmikrobiota beeinflussen.[3][5] Natürliche Mortalitätsfaktoren umfassen neben klimatischen Extremen auch biologische Gegenspieler; so zeigen bestimmte *Bacillus thuringiensis*-Toxine (CryET29) eine spezifische Toxizität gegenüber den Larvenstadien.[1]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Chieming, Oberwirt, 83339 Chieming, Deutschland

    09.11.2025

  • Neumünster, Schleswig-Holstein, Deutschland

    24.09.2025

  • Deutschland

    21.09.2025

  • Deutschland

    21.08.2025

  • Deutschland

    05.07.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CN-108366935-B Chemical Erteilt

Reinigungszusammensetzungen für die Haustierpflege

(2016)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird ein spezielles Shampoo für Hunde, das im Wesentlichen frei von Tensiden ist und Glycerin sowie Silikonpolyolester enthält. Die Besonderheit ist, dass dieses Reinigungsmittel die Wirksamkeit zuvor aufgetragener Ektoparasitika gegen Ctenocephalides felis nicht beeinträchtigt. Es ermöglicht die Pflege des Tieres, ohne den chemischen Flohschutz abzuwaschen oder zu deaktivieren.

NZ-628144-A Chemical Unbekannt

Parasitizide orale veterinärmedizinische Zusammensetzungen mit systemisch wirkenden Wirkstoffen, Verfahren und Verwendungen davon

Merial Inc. (2013)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Es wird eine weiche Kautablette für Tiere entwickelt, die systemisch wirkende Isoxazoline (z.B. Afoxolaner) enthält. Diese Formulierung dient der Behandlung und Vorbeugung von Befall durch Flöhe (Ctenocephalides felis) und Zecken. Durch spezielle Trägerstoffe und Tenside wird eine effektive orale Verabreichung und Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs sichergestellt.

CA-2267667-C Biological Erteilt

Bacillus thuringiensis CryET29-Zusammensetzungen, die toxisch für Käfer und Ctenocephalides-Arten sind

Ecogen Inc. (1997)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Das Patent offenbart ein neuartiges Delta-Endotoxin (CryET29) aus Bacillus thuringiensis, das spezifisch toxisch gegen Flohlarven (Ctenocephalides felis) und bestimmte Käfer wirkt. Es werden sowohl das Protein als auch die kodierenden DNA-Sequenzen und transgene Anwendungen beschrieben. Dies stellt einen biologischen Ansatz zur Bekämpfung der Larvenstadien des Katzenflohs dar.