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Kopflaus Pediculus capitis

Kopflaus
Mittleres Risiko Allergen Lästling Kann beißen Physische Gefahr

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Psocodea (Psocodea)
Familie Pediculidae
Gattung Pediculus
Art Pediculus capitis
Wissenschaftlicher Name Pediculus capitis DeGeer, 1778

Einleitung

Die Kopflaus (*Pediculus capitis*, auch *Pediculus humanus capitis*) ist ein flügelloses Insekt aus der Familie der Pediculidae, das als obligater Ektoparasit ausschließlich den Menschen befällt und sich von dessen Blut ernährt.[1] Sie wird als Gesundheitsschädling klassifiziert und lebt im menschlichen Kopfhaar, wo sie ihre Eier (Nissen) nahe der Kopfhaut einzeln an die Haarschäfte kittet.[2][3] Im Gegensatz zur nah verwandten [Kleiderlaus](/pages/lexikon/kleiderlaus) (*Pediculus humanus humanus*), die in Kleidungstextilien nistet, ist die Kopflaus ökologisch auf den dauerhaften Aufenthalt auf der Kopfhaut spezialisiert.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Kopflaus (*Pediculus capitis*) ist ein flügelloser Ektoparasit, der seinen Lebenszyklus fast ausschließlich im menschlichen Kopfhaar verbringt.[2][1] Die hemimetabole Entwicklung verläuft über das Ei, drei Nymphenstadien und das geschlechtsreife Insekt.[1] Weibchen kitten bis zu 90 weißliche, etwa 0,8 mm lange Eier (Nissen) einzeln mit einer speziellen Manschette fest an den Haarschaft. Die Embryonalentwicklung im Ei dauert bei 30 °C etwa 8 Tage, woraufhin die Larven durch einen Deckel schlüpfen.[2] Die schlüpfenden Larven (0,8–1 mm) ähneln in ihrer Form bereits den adulten Tieren und durchlaufen drei Häutungen bis zur Geschlechtsreife.[2][1] Die gesamte Entwicklungsdauer vom Ei bis zum adulten Tier beträgt 18 bis 21 Tage, wobei die Larvenentwicklung etwa 9 Tage in Anspruch nimmt. Dieser Prozess ist stark temperaturabhängig; eine optimale Entwicklung findet bei 28 °C und 50–60 % relativer Luftfeuchtigkeit statt. Bei Temperaturen unter 22 °C verlangsamt sich die Entwicklung deutlich, und unter 12 °C findet keine Eiablage mehr statt. Adulte Weibchen erreichen eine Länge von 2,6–3,1 mm, während Männchen mit 2,4–2,6 mm etwas kleiner bleiben.[2] Die Lebensdauer der Geschlechtstiere auf dem Wirt beträgt ca. 30 Tage.[2] Als obligate Blutsauger benötigen alle mobilen Stadien regelmäßige Blutmahlzeiten, um zu überleben.[1] Ohne Wirt sind die Parasiten nur kurz überlebensfähig; bei 25–30 °C überstehen sie etwa zwei Tage, während bei 45 °C der Hitzetod bereits nach 60 Minuten eintritt.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Hohenwestedt, Schule Hohe Geest, 24594 Hohenwestedt, Deutschland

    24.09.2025

  • Deutschland

    07.04.2025

  • Mariabrunn, 88097 Eriskirch, Germany

    03.10.2022

  • Berlin

    17.05.2020

  • Hessen, Deutschland

    29.06.2015

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

EP-3457847-A1 Chemical Unbekannt

Ein Mittel zum Abtöten von Läusen

Vakos XT A S (2017)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird ein Mittel zur Abtötung der Kopflaus (Pediculus capitis), das vollständig wasserfrei und hydrophil ist. Es basiert hauptsächlich auf wasserfreiem Glycerin, welches vermutlich physikalisch auf die Atmungsorgane der Läuse wirkt. Zusätzlich kann die Mischung natürliche Biozide oder Repellents wie Geraniol oder Citronellol enthalten. Die Formulierung zielt darauf ab, effektiv zu wirken, ohne auf klassische neurotoxische Insektizide angewiesen zu sein.

CZ-309230-B6 Chemical Unbekannt

Mittel zum Entfernen von Kopfläusen aus trockenem Haar

Vakos XT A S (2016)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine Zusammensetzung, um Kopfläuse (Pediculus capitis) speziell aus trockenem Haar zu entfernen. Das Mittel ist wasserfrei, hydrophil und kann bis zu 100% aus wasserfreiem Glycerin bestehen. Durch die physikalischen Eigenschaften des Glycerins werden die Läuse vermutlich immobilisiert oder dehydriert. Es handelt sich um eine Variante der Glycerin-basierten Bekämpfungsmethoden.

KR-20020083144-A Chemical Unbekannt

Pedikulizide und ovizide Behandlungszusammensetzungen und Verfahren zum Abtöten von Kopfläusen und deren Eiern

Johnson & Johnson Consumer (2002)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent stellt Zusammensetzungen vor, die sowohl gegen adulte Läuse als auch gegen deren Eier (Nissen) wirksam sind. Es werden spezifische Wirkstoffe der Ordnung Anoplura in Lösung verwendet, unterstützt durch diverse Stabilisatoren wie Polymere oder Cellulose-Derivate. Die Methode umfasst das direkte Auftragen auf Haut und Haar. Ziel ist eine umfassende Bekämpfung des gesamten Lebenszyklus der Kopflaus.

FR-2696318-A1 Chemical Unbekannt

Insektizide Zusammensetzungen gegen Kopfläuse, Kleiderläuse, Flöhe usw., enthaltend Antioxidantien sowie Insektizide einschließlich ätherischer Öle

Sincholle Daniel (1992)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt medizinische oder kosmetische Zusammensetzungen zur Bekämpfung von Kopfläusen und deren Nissen. Die Kerninnovation liegt in der Kombination von Insektiziden mit Antioxidantien. Diese Antioxidantien stören die Sklerotisierung der Nissenhülle, verhindern deren Aushärtung und das Anhaften am Haar. Dadurch wird die Empfindlichkeit gegenüber dem Insektizid erhöht, was geringere Dosierungen ermöglicht und Resistenzprobleme mindert.

FR-2675015-A1 Chemical Unbekannt

Zusammensetzungen zum Schutz und zur Beseitigung menschlicher Parasiten, insbesondere Pediculus capitis und corporis, enthaltend Acetylpolyaminosäuren, Extrakte aus Ginkgo biloba und Propolis

Astruc Jean, Lauzanne Morelle Eliane, Morelle Jean (1991)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft antiparasitäre Zusammensetzungen, die speziell gegen Kopf- und Körperläuse gerichtet sind. Sie basieren auf acetylierten Aminosäuren, die aus der Hydrolyse von Proteinen gewonnen werden. Diese werden oft mit natürlichen Extrakten wie Propolis oder Ginkgo Biloba kombiniert. Die Formulierung bietet einen biochemischen Ansatz zur Beseitigung der Parasiten und dient gleichzeitig dem Schutz vor Neubefall.