Inhaltsverzeichnis
- Häufige Mäusearten in Deutschland
- Wie erkenne ich einen Mäusebefall?
- Schäden durch Mäuse und ihre Auswirkungen
- Effektive Methoden zur Mäusebekämpfung
- Biologische Aspekte und Lebensweise der Mäuse
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Verwendete Quellen
Häufige Mäusearten in Deutschland
In Deutschland sind verschiedenen Mäusearten heimisch. Und auch wenn sich die Tiere in ihrem Aussehen und Verhalten unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: Sie können für viele Haus- und Wohnungsbesitzer zu einem lästigen Problem werden. Das liegt daran, dass die kleinen Nager erhebliche Sachschäden anrichten und gesundheitliche Risiken mit sich bringen können. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über verschiedene Mäusearten in Deutschland, ihr Aussehen, ihren Lebensraum, wie du einen Befall erkennst und welche Maßnahmen du zur Bekämpfung ergreifen solltest.
Hausmaus (Mus musculus)
Die Hausmaus ist die wohl bekannteste und verbreitetste der Mäusearten in Deutschland. Ihr Lebensraum befindet sich überwiegend in der Nähe des Menschen: In deinem Haus, deiner Wohnungen oder in landwirtschaftlichen Gebäuden finden die Tiere am besten ein Zuhause. Die Hausmaus bevorzugt warme, trockene Orte und ist in nahezu jedem menschlichen Siedlungsgebiet anzutreffen. Wie auch andere Arten, ist die Hausmaus ein überwiegend nachtaktiver Allesfresser, der sich bevorzugt von Nüssen, Früchten und Pflanzen wie Getreide ernährt. Eine weibliche Hausmaus kann ganzjährig bis zu acht Würfe zur Welt bringen, die aus bis zu 16 Jungtieren bestehen. Das bedeutet, dass sich die Hausmaus in einem sehr hohen Tempo vermehrt und sich deine Probleme mit den Tieren mit der Zeit exponentiell vervielfältigen.
Zu den größten Schäden, die von der Hausmaus verursacht werden, gehören Nagespuren an Möbeln und Kabeln. Außerdem greifen die Tiere deine Essensvorräte an und können diese kontaminieren. Von der Hausmaus geht zusätzlich die Gefahr aus, Krankheiten wie verschiedene Hantaviren zu übertragen. Infektionen können dabei auch über den Kot übertragen werden.
Waldmaus (Apodemus sylvaticus)
Die Waldmaus ist vor allem in ländlichen Gegenden und in Wäldern anzutreffen. Sie zählt aber auch zu den Mäusearten, die in deinem Garten oder Haus ein Zuhause finden. Kontakt mit der Waldmaus ist besonders im Herbst oder Winter möglich, wenn die Mäuse dringend auf der Suche nach Nahrung sind. Die Waldmaus ernährt sich gerne von Samen, Nüssen, Früchten und Insekten und ist wie viele andere Mäusearten dämmerungs- und nachtaktiv. Die Waldmaus vermehrt sich etwas langsamer als die Hausmaus und bringt zwischen März und Oktober etwa drei bis vier Würfe mit jeweils bis zu sieben Jungen zur Welt.
Die Waldmaus ist besonders im Garten oder in Wäldern unterwegs, weshalb sie dort auch den meisten Schaden anrichtet. Dazu gehören der Befall von Pflanzen und Obstbäumen, die durch abgefressene Knospen stark geschädigt werden können. Aber auch Hausisolierungen können von den Mäusen angegriffen werden.
Feldmaus (Microtus arvalis)
Der Lebensraum der Feldmaus dehnt sich hauptsächlich auf Felder, Wiesen und zum Beispiel deinen Garten aus. Sie gräbt umfangreiche Tunnelsysteme und kann besonders in der Landwirtschaft großen Schaden anrichten. Wenn du einen Hund besitzt, bist du beim Gassigehen bestimmt schon einmal in Kontakt mit einem Tunnel der Feldmaus gekommen. Die Mäuse bauen diese Gänge, um sich vor ihren vielen natürlichen Feinde wie Greifvögel und Eulen zu verstecken. Die Feldmaus ernährt sich überwiegend von Gräsern, Wurzeln von Pflanzen und Getreide. Deswegen können die Mäuse mit unter schwere Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und allgemein dem Wurzelwerk verschiedener Pflanzen verursachen.
Eine weibliche Feldmaus bringt in den Monaten März bis Oktober bis zu vier Würfe pro Jahr zur Welt, die häufig bis zu acht Jungtiere umfassen. Die Feldmaus ist tag- und nachtaktiv, wobei sich Aktivitäts- und Pausephasen von drei bis vier Stunden abwechseln.
Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis)
Die Gelbhalsmaus ist eine weniger bekannte, aber durchaus zu den verbreiteten Mäusearten in Deutschland. Sie ist besonders in Laub- und Mischwäldern verbreitet. Gelegentlich weitet die Gelbhalsmaus ihren Lebensraum aber auch in Gärten und Gebäuden aus, wo sie Nester in geschützten Bereichen baut. Ihren Namen hat die Maus übrigens ihrem typischen Aussehen zu verdanken: Um den Hals haben Mäuse dieser Art ein gelbfarbiges Band im Fell, das ihr Aussehen im Vergleich zu den anderen Arten sehr einzigartig macht. Die Gelbhalsmaus ist überwiegend nachtaktiv und ernährt sich von Samen, Früchten, Insekten und manchmal sogar Vogeleier. Zwischen März und Oktober kommen die Nachkommen der Maus auf die Welt, die sich auf zwei bis vier Würfe mit häufig zwischen vier und sieben Jungen verteilen.
Gelbhalsmäuse können, wie auch die anderen Arten, Schäden verursachen. Dazu zählen besonders die Beschädigungen, die Pflanzen im Garten oder Baumrinde erfahren, wenn sie von den Mäusen angegriffen werden. Zudem dringen Gelbhalsmäuse bei der Nahrungssuche möglicherweise auch ins Haus ein und können Nahrung bei Kontakt kontaminieren.
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