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Rosenkäfer erkennen & schützen

Der Goldglänzende Rosenkäfer ist besonders geschützt, und seine Larven zersetzen im Kompost abgestorbene Pflanzenreste – an Rasen und Wurzeln richten sie keinen Schaden an. Wie du Käfer und Larven von schädlichen Engerlingen unterscheidest und was bei Larven im Kompost oder Topf zu tun ist, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

8 Produkte
Ratgeber Rosenkäfer

Rosenkäfer erkennen & schützen

Der Goldglänzende Rosenkäfer ist ein 14 bis 20 mm großer, metallisch grüngoldener Blatthornkäfer. Er ist besonders geschützt und kein Schädling: Die Käfer besuchen Blüten, ihre dicken Larven zersetzen im Kompost abgestorbene Pflanzenreste. Hier erfährst du, wie du Rosenkäfer und ihre Larven von schädlichen Engerlingen unterscheidest – und was du tust, wenn doch Engerlinge den Rasen schädigen.

Zum Ratgeber Engerlinge →

Schnellwahl: Was hast du gefunden?

Grüngoldener Käfer auf Rosen, Holunder oder Doldenblüten

Rosenkäfer – sitzen lassen

Rosenkäfer fressen Pollen, Nektar und gelegentlich Blütenblätter. Mehr als einzelne angefressene Blüten richten sie nicht an. Der Goldglänzende Rosenkäfer ist besonders geschützt: Du darfst ihn weder fangen noch töten.

Dicke weiße Larven im Kompost oder Hochbeet

Meist Rosenkäfer-Larven – im Kompost lassen

Larven mit kleinem Kopf, kurzen Beinen und dickem Hinterleib, die auf dem Rücken kriechen, sind Rosenkäfer-Larven. Sie fressen abgestorbene Pflanzenreste und helfen beim Zersetzen. Lass sie im Kompost und leg sie beim Umsetzen vorsichtig zurück. Bring dort keine Nematoden aus.

Larven im Blumentopf oder Kübel

Umtopfen, Larven in den Kompost setzen

Mit Komposterde gelangen Rosenkäfer-Larven manchmal in Töpfe und Kübel. Kümmert die Pflanze, topf sie um und setz die Larven in einen Komposthaufen oder unter eine Laubschicht. Kleine, beinlose Larven an den Wurzeln von Kübelpflanzen sind dagegen meist Dickmaulrüssler – mehr dazu auf der Dickmaulrüssler-Seite.

Braune Stellen im Rasen, die Grasnarbe lässt sich abheben

Das sind keine Rosenkäfer

Rosenkäfer-Larven fressen keine lebenden Graswurzeln. Schäden im Rasen stammen meist von Engerlingen des Gartenlaubkäfers oder Junikäfers. Mach eine Spatenprobe und bestimme die Larven, bevor du etwas unternimmst – wie das geht, zeigt die Engerlinge-Seite.

Morscher Baumstumpf, Totholz oder große Larven im Mulch

Lebensraum geschützter Käfer

In morschem Holz, Mulm und Rindenmulch entwickeln sich neben Rosenkäfern auch Goldkäfer und der Nashornkäfer, dessen Larven bis 12 cm lang werden. Alle sind besonders geschützt. Lass Totholz, alte Baumstümpfe und Laubhaufen nach Möglichkeit liegen.

Schwarzer Käfer mit weißen Flecken auf Blüten

Trauer- oder Zottiger Rosenkäfer

Der Trauer-Rosenkäfer ist schwarz mit vielen weißen Flecken, der Zottige Rosenkäfer schwarz und dicht weißlich behaart. Beide besuchen im Frühjahr Blüten und fressen dabei an Staubgefäßen und Blütenblättern. Einzelne Käfer kannst du von den Blüten absammeln; Insektensprays auf Blüten treffen auch Bienen und andere Bestäuber.

Was tun – und was besser nicht

Rosenkäfer brauchen keine Bekämpfung. Wichtig ist, sie sicher von schädlichen Engerlingen zu unterscheiden – dann lässt sich ein Rasenproblem gezielt lösen, ohne geschützte Tiere zu treffen.

Was tun?WarumWannDarauf achten
Rosenkäfer in Ruhe lassen Der Goldglänzende Rosenkäfer ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Fangen, Verletzen oder Töten von Käfern und Larven ist verboten. Immer Gilt auch für Larven in Kompost, Hochbeet und Mulch.
Larven beim Kompostumsetzen zurücklegen Die Larven zersetzen Pflanzenreste und brauchen dafür Kompost, Laub oder morsches Holz. Beim Umsetzen von Kompost, Leeren von Hochbeeten oder Umtopfen Vorsichtig in einen Bereich legen, den du länger in Ruhe lässt, und mit Material abdecken.
Larven bestimmen Rosenkäfer-Larven haben einen kleinen Kopf, kurze Beine und einen dicken Hinterleib und kriechen auf dem Rücken. Maikäfer-Engerlinge liegen seitlich gekrümmt, Junikäfer- und Gartenlaubkäfer-Engerlinge laufen auf den Beinen. Bevor du irgendetwas gegen Larven unternimmst Leg die Larve auf eine glatte Fläche und schau, wie sie sich bewegt. Auch der Fundort hilft: Kompost oder Rasen.
HB-Nematoden – nur gegen schädliche Engerlinge Die Fadenwürmer befallen Engerlinge im Boden und können dabei auch andere Käferlarven treffen. Nur im Rasen, wenn du dort Engerlinge von Gartenlaubkäfer oder Junikäfer bestimmt hast; Mitte Juli bis Ende September Nie in Kompost, Hochbeet oder Mulch ausbringen, wo Rosenkäfer-Larven leben. Alles Weitere auf der Engerlinge-Seite.
Insektensprays und Käferfallen Würden geschützte Käfer und an Blüten auch Bienen und andere Bestäuber treffen. Gegen Rosenkäfer nicht verwenden Der Blütenfraß ist gering und kein Grund für eine Bekämpfung.
Lebensraum erhalten Kompost, Laubhaufen, Totholz und alte Baumstümpfe sind die Kinderstube der Larven. Im Garten das ganze Jahr Hohle alte Laubbäume und Mulm sind auch Lebensraum streng geschützter Arten wie Eremit und Großer Goldkäfer.

So lebt der Rosenkäfer

Entwicklung des Rosenkäfers: goldgrüner Käfer auf einer Holunderblüte, daneben ein Schnitt durch einen Komposthaufen mit Eiern, einer dicken weißen Larve und einem Kokon aus Erde und Kompost
Entwicklung des Rosenkäfers: goldgrüner Käfer auf einer Holunderblüte, daneben ein Schnitt durch einen Komposthaufen mit Eiern, einer dicken weißen Larve und einem Kokon aus Erde und Kompost

Vom Ei bis zum Käfer braucht der Rosenkäfer etwa zwei Jahre. Die meiste Zeit verbringt er als Larve in Kompost, Mulm oder morschem Holz – und zersetzt dort abgestorbene Pflanzenreste.

  • Käfer: 14 bis 20 mm, metallisch grüngolden mit Kupferglanz, flacher Rücken, oft kleine weiße Querflecken. Fliegt tagsüber von April bis Oktober, besonders an warmen, sonnigen Tagen, und sitzt auf Blüten von Rosen, Holunder, Weißdorn, Kirsche oder Doldenblütlern. Beim Fliegen bleiben die Flügeldecken geschlossen.
  • Eiablage: Die Weibchen legen ihre Eier in Kompost, Mulm, morsches Holz oder Laubhaufen.
  • Larve: Die Larven werden bis etwa 5 cm groß. Sie haben einen kleinen Kopf, kurze Beine und einen dicken Hinterleib und kriechen auf dem Rücken. Sie fressen abgestorbene Pflanzenteile, keine lebenden Wurzeln.
  • Puppe: Zur Verpuppung baut die Larve aus Erde, Kompost und Kot einen festen, ovalen Kokon. Darin entsteht der neue Käfer.
  • Herkunft im Garten: Im Wald leben die Larven im Mulm hohler Laubbäume, im Garten fast nur im Kompost. Mit Kompost gelangen sie oft unbemerkt in Beete und Töpfe – und werden dann für schädliche Engerlinge gehalten.

Daraus folgt: Große Larven im Kompost sind meist Rosenkäfer – lass sie dort. Engerlinge im Rasen gehören zu anderen Arten.

Rosenkäfer, Larve und Verwechslungen

Entscheidend ist die Larve: Rosenkäfer-Larven sind nützlich und geschützt, Maikäfer-Engerlinge können Wurzeln schädigen. Auch der Nashornkäfer hat große Larven im Kompost – und ist ebenfalls geschützt.

Rosenkäfer (Cetonia aurata) von oben, metallisch goldgrün mit kleinen weißen Flecken
Rosenkäfer (Cetonia aurata) von oben, metallisch goldgrün mit kleinen weißen Flecken
Besonders geschützt

Goldglänzender Rosenkäfer

Cetonia aurata

Größe
14–20 mm
Erkennungs­merkmal
Metallisch grüngolden, flacher Rücken, kleine weiße Querflecken auf den Flügeldecken
Vorkommen
Tagsüber auf Blüten von Rosen, Holunder, Weißdorn und Obstgehölzen

Was tun? Nicht bekämpfen. Der Blütenfraß ist gering.

Steckbrief im Lexikon →
Larve des Rosenkäfers: dicke, gekrümmte weiße Larve mit auffallend kleinem Kopf und kurzen Beinen
Larve des Rosenkäfers: dicke, gekrümmte weiße Larve mit auffallend kleinem Kopf und kurzen Beinen
Besonders geschützt

Rosenkäfer-Larve

Cetonia aurata

Größe
bis ca. 5 cm
Erkennungs­merkmal
Kleiner Kopf, kurze Beine, dicker Hinterleib; kriecht auf dem Rücken
Vorkommen
Kompost, Hochbeet, Mulm und morsches Holz

Was tun? Im Kompost lassen. Beim Umsetzen vorsichtig zurücklegen.

Steckbrief im Lexikon →
Engerling des Maikäfers: große, C-förmig gekrümmte weiße Larve mit brauner Kopfkapsel und kräftigen Beinen
Engerling des Maikäfers: große, C-förmig gekrümmte weiße Larve mit brauner Kopfkapsel und kräftigen Beinen

Maikäfer-Engerling

Melolontha melolontha

Größe
bis ca. 6,5 cm
Erkennungs­merkmal
Großer brauner Kopf, kräftige, behaarte Beine; liegt auf glatter Fläche seitlich gekrümmt
Vorkommen
Im Boden an Wurzeln von Rasen, Stauden und jungen Gehölzen

Was tun? Schädlich, aber gegen Nematoden wenig empfindlich. Mehr dazu auf der Maikäfer-Seite.

Steckbrief im Lexikon →
Nashornkäfer (Oryctes nasicornis) von oben, glänzend kastanienbraun mit Horn auf dem Kopf
Nashornkäfer (Oryctes nasicornis) von oben, glänzend kastanienbraun mit Horn auf dem Kopf
Besonders geschützt

Nashornkäfer

Oryctes nasicornis

Größe
Käfer bis ca. 4 cm, Larve bis 12 cm
Erkennungs­merkmal
Glänzend kastanienbraun, Männchen mit gebogenem Horn auf dem Kopf; Larven sehr groß und dick
Vorkommen
Larven in Kompost, Rindenmulch, Sägemehl und Mulm alter Bäume

Was tun? Nicht bekämpfen: besonders geschützt. Große Larven im Mulch oder Kompost liegen lassen.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten richtig handeln

  1. Schritt 1: Käfer oder Larve genau ansehen

    Grüngoldener Käfer auf Blüten: Rosenkäfer. Dicke Larve mit kleinem Kopf im Kompost: Rosenkäfer-Larve. Beide stehen unter Schutz.

  2. Schritt 2: Bewegungstest machen

    Leg eine Larve auf eine glatte Fläche: Kriecht sie auf dem Rücken, ist es eine Rosenkäfer-Larve. Liegt sie seitlich gekrümmt oder läuft sie auf den Beinen, ist es ein Engerling von Mai-, Juni- oder Gartenlaubkäfer.

  3. Schritt 3: Rosenkäfer-Larven zurücksetzen

    Leg gefundene Rosenkäfer-Larven vorsichtig in den Kompost oder unter eine Laubschicht zurück und lass diesen Bereich länger in Ruhe.

  4. Schritt 4: Rasenschäden gezielt klären

    Braune Stellen im Rasen? Mach eine Spatenprobe. Nur wenn dort Engerlinge von Gartenlaubkäfer oder Junikäfer sitzen, helfen HB-Nematoden – und zwar nur im Rasen, nie im Kompost.

  5. Schritt 5: Lebensraum erhalten

    Kompost, Laubhaufen, Totholz und alte Baumstümpfe sind die Kinderstube von Rosenkäfern und anderen geschützten Blatthornkäfern. Lass sie nach Möglichkeit stehen.

Merksätze

  • Rosenkäfer sind besonders geschützt – Käfer und Larven nicht fangen, verletzen oder töten.
  • Rosenkäfer-Larven kriechen auf dem Rücken und fressen abgestorbene Pflanzenreste, keine lebenden Wurzeln.
  • Große Larven im Kompost sind meist Rosenkäfer, Engerlinge im Rasen meist andere Arten.
  • Nematoden nur im Rasen gegen bestimmte schädliche Engerlinge – nie im Kompost.
  • Der Blütenfraß der Käfer ist gering und kein Grund für Insektensprays.

Häufige Fragen zum Rosenkäfer

Muss ich Rosenkäfer bekämpfen?

Nein. Rosenkäfer richten an Blüten höchstens geringen Fraß an und ihre Larven sind nützlich: Sie zersetzen im Kompost abgestorbene Pflanzenreste. Der Goldglänzende Rosenkäfer ist zudem besonders geschützt – Käfer und Larven dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Auch Hausmittel gegen Rosenkäfer sind deshalb nicht angebracht.

Wie unterscheide ich Rosenkäfer-Larven von Maikäfer-Engerlingen?

Am einfachsten mit dem Bewegungstest: Auf einer glatten Fläche kriechen Rosenkäfer-Larven auf dem Rücken, Maikäfer-Engerlinge liegen seitlich gekrümmt. Rosenkäfer-Larven haben außerdem einen kleinen Kopf, kurze Beine und einen dicken Hinterleib, Maikäfer-Engerlinge einen großen braunen Kopf und kräftige Beine. Rosenkäfer-Larven leben meist im Kompost, Maikäfer-Engerlinge im Boden an Wurzeln.

Was ist der Unterschied zwischen Rosenkäfer und Maikäfer?

Der Rosenkäfer ist metallisch grüngolden, hat einen flachen Rücken und fliegt tagsüber von April bis Oktober zu Blüten. Der Maikäfer ist braun mit weißen Dreiecken an den Seiten des Hinterleibs, fliegt im April und Mai in der Dämmerung und frisst Laub. Seine Engerlinge entwickeln sich drei bis fünf Jahre im Boden, die Larven des Rosenkäfers etwa zwei Jahre im Kompost.

Was fressen Rosenkäfer-Larven?

Abgestorbene Pflanzenteile: Laub, verrottendes Holz, Kompost und Mulm. Lebende Wurzeln schädigen sie nicht. Im Garten findest du sie deshalb fast nur im Kompost, im Hochbeet oder unter Mulch.

Rosenkäfer-Larven im Blumentopf – was tun?

Die Larven gelangen meist mit Komposterde in den Topf. Kümmert die Pflanze, topf sie um, ersetz die Erde und setz die Larven in einen Komposthaufen oder unter eine Laubschicht. Kleine, beinlose Larven an den Wurzeln sind dagegen Dickmaulrüssler-Larven.

Helfen Nematoden gegen Rosenkäfer-Engerlinge?

Gegen Rosenkäfer-Larven sollst du nichts einsetzen – sie sind geschützt und nützlich. HB-Nematoden sind für schädliche Engerlinge im Rasen gedacht, vor allem von Gartenlaubkäfern. Bring sie deshalb nur im Rasen aus und nie in Kompost, Hochbeet oder Mulch, wo Rosenkäfer-Larven leben.

Wie lange dauert die Entwicklung des Rosenkäfers?

Etwa zwei Jahre. Die Larven wachsen in Kompost oder Mulm heran, verpuppen sich in einem festen Kokon aus Erde und Kompost, und daraus schlüpft der neue Käfer.

Der Goldglänzende Rosenkäfer ist besonders geschützt: Käfer und Larven nicht fangen, verletzen oder töten.

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