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Hornissen – gefährlich oder friedfertig? So klappt ein friedliches Miteinander!
13. April 2026 Patricia Titz

Hornissen – gefährlich oder friedfertig? So klappt ein friedliches Miteinander!

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Friedliche Insekten mit bedrohlichem Aussehen – Hornissen

Hornissen (Vespa crabro) sind friedlicher als sie aussehen und greifen nur äußerst selten Menschen an. Sie interessieren sich so ganz und gar nicht für einen reich gedeckten Kaffeetisch oder süße Marmeladen und Limonaden. Auch um salzige Nahrungsmittel machen sie einen großen Bogen und treten eher die Flucht an, als sich unbegründet mit dem Menschen anzulegen. 

Doch aufgepasst: Wird ihr Nest beschädigt, verstehen die sonst so umgänglichen Hornissen überhaupt keinen Spaß. Genau dann können sie jedem Angreifer äußerst gefährlich werden und verteidigen ihr Zuhause auf Teufel komm raus.

Hornissen – wichtige Informationen rund um das große Fluginsekt

Jeder, dem eine Hornisse schon mal etwas zu nah gekommen ist, erinnert sich bestimmt noch an das Gefühl, was dabei entstanden ist. Denn Faltwespen (Vespidae), wie sie auch genannt werden, können mit ihrer Erscheinung ganz schön angsteinflößend sein. Ebenfalls das an einen Hubschrauber erinnernde Geräusch, dass die Insekten verbreiten, sobald sie an einem vorbeifliegen, schindet Eindruck und lässt jeden Menschen in eine Art Schockstarre verfallen. Aber welche spezifischen Merkmale zeichnen Hornissen aus und wie leben die Tiere eigentlich?

Aussehen

Hornissen sind mit ihren achtzehn bis fünfundzwanzig Millimetern weitaus größer als die Gemeine oder die Deutsche Wespe. Die Königinnen werden sogar sagenhafte fünfunddreißig Millimeter lang. Ihr Körper ist rötlich braun mit gelben Streifen. Genau wie Wespen bilden Hornissen einjährige Staaten.

Herkunft & Artenvielfalt

Die Hornisse ist die größte bei uns vorkommende Wespe. Aufgrund ihrer gefalteten Flügel gehört sie zu den Faltenwespen. In Deutschland ist nur eine Hornissenart heimisch, die Europäische Hornisse (Vespa crabro). In den letzten Jahren ist eine weitere Art über Frankreich eingewandert: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), die etwas kleiner als die europäische Hornisse ist. Als Nistplatz bevorzugt diese Art Baumkronen mit einer Mindesthöhe von etwa zehn Metern.

Nahaufnahme eines Hornissenflügels

Lebensraum & Vorkommen

Natürliche Behausungen der Hornissen wie zum Beispiel große Baumhöhlen sind kaum mehr vorhanden. Genau aus diesem Grund nisten die Insekten immer häufiger in der Nähe des Menschen. Gern genutzte Nistplätze der Königin sind alte verwaiste Schuppen, Winterverkleidungen am Dach, geschützte Dachbodennischen sowie Holzverschalungen auf Balkonen und Terrassen. Des Weiteren werden auch Vogelnistkästen als Nest genutzt.

Hornisse oder Wespe? So unterscheidet man sie

Hornissen sind Wespen, genauer gesagt die größte bei uns vorkommende Faltenwespe. Von Deutscher und Gemeiner Wespe, die sich im Spätsommer an Kuchen und Limonade bedienen, lassen sie sich gut unterscheiden:

  • Größe: Hornissen-Arbeiterinnen werden 18 bis 25 mm lang, die Königin bis 35 mm. Arbeiterinnen von Deutscher und Gemeiner Wespe messen nur 11 bis 16 mm.
  • Färbung: Kopf und Brust der Hornisse sind rotbraun, der Hinterleib gelb-schwarz. Wespen sind durchgehend schwarz-gelb gezeichnet.
  • Verhalten: Hornissen jagen vor allem Insekten und interessieren sich nicht für süße Brotaufstriche oder Getränke. Sie fliegen auch nachts und werden dann von Licht angezogen.
  • Nest: Hornissen bauen bevorzugt in Baumhöhlen, Nistkästen oder Hohlräumen von Schuppen und Dachböden; das Nest ist braun und nach unten offen.

Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der eingeschleppten Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Sie ist etwas kleiner und deutlich dunkler: Ihre Brust ist fast schwarz, der Hinterleib dunkel mit einer breiten gelb-orangen Binde, die Beinenden sind gelb. Mehr dazu im Ratgeber Asiatische Hornisse erkennen.

Die Hornissenkönigin – der Lebenszyklus des Stammesoberhaupts

Hornissen sind friedliebende Tiere. Ihr Tagesablauf ist wahnsinnig gut durchstrukturiert. So hat jedes einzelne Mitglied eines Hornissenstaates seine Aufgabe, die wie bei der Armee bis zur Perfektion erledigt wird. Und alles dreht sich nur um das Eine: Das Oberhaupt des Staates, die Hornissenkönigin.

Im Mai verlassen die Jungköniginnen ihr Winterquartier und begeben sich ganz alleine auf die Suche nach einem geeigneten Platz für ihr Nest. Während in der freien Natur gerne Asthöhlen als passender Unterschlupf genutzt werden, sind es in den Siedlungen des Menschen vor allem Dachböden, Rollladenkästen, Scheunen sowie Vogelnistkästen, die von der Hornissenkönigin als perfekte Behausung angeflogen werden. 

War die Suche erfolgreich, beginnt das Staatsoberhaupt sofort mit dem Bau des Nests. Als Baumaterial dient der Jungkönigin eingespeicheltes Holz, welches von ihr im Voraus fein zerkaut wird. Anschließend beginnt sie sofort mit der Eiablage. Bereits nach einigen Tagen schlüpfen die ersten Larven. Gefüttert mit Insekten, wachsen aus ihnen ausnahmslos Arbeiterinnen heran, die sich rund um die Uhr um das ganze Volk kümmern. Nun kann die Hornissenkönigin erst einmal aufatmen und sich ausschließlich ihrer Hauptaufgabe widmen: Dem Produzieren von Nachkommen. 

Am Ende des Sommers kommen dann auch männliche Hornissen sowie Jungköniginnen aus der Brut hervor. Sind die Insekten geschlechtsreif, verlassen sie das Nest, um sich zu paaren.

Im Spätsommer erreichen die Populationen im Hornissennest ihren Höchststand. 300 bis 600 Hornissen sind keine Seltenheit. 

Am Ende überleben jedoch ausnahmslos die bereits befruchteten Jungköniginnen. Sie überwintern in morschen Bäumen, unter Baumrinden und manchmal auch unter der Erde, um sich im anstehenden Frühjahr auf die Suche nach einem neuen Nistplatz zu begeben. Alle anderen Staatenbewohner überleben den ersten Nachtfrost nicht.

Hornissen – wie leben die großen Wespen?

Ab Mai begibt sich die Königin auf die Suche nach einem geeigneten Nest. In der freien Natur bevorzugen sie ruhig gelegene Standorte in Waldnähe. Aufgrund der Tatsache, dass geeignete Nistplätze rar sind, zieht es die Insekten immer öfter in die Siedlungen des Menschen. 
Wurde ein Hornissennest im Garten entdeckt, ist dies eigentlich ein Grund zur Freude. Denn erstens vertilgen Hornissen aufdringliche Wespen und zweitens machen sie sich ebenfalls über andere Schädlinge wie zum Beispiel Fliegen und Mücken her. Diese eiweißreiche Nahrung benötigen sie zur Aufzucht ihrer Larven. Und das sind in einem Nest mit mehreren Hundert hungrigen Mäulern nicht gerade wenig. So fängt ein einzelnes fleißiges Hornissenvolk jeden Tag von Neuem rund 500 Gramm Insekten. 

Die erwachsenen Hornissen ernähren sich hingegen fleischlos. Sie bevorzugen eher eine süße Ernährung, die aus Blütennektar sowie sehr reifem Obst besteht. Um die gedeckten Tische des Menschen machen die Faltenwespen aber einen großen Bogen. Hornissen, die sich wie Wespen in Scharen über Grillteller und Obstkuchen hermachen, gibt es nicht. 

Hornissen – gefährlich für Menschen und Haustiere?

Die großen Wespen sind von Mitte August bis Mitte September besonders zahlreich unterwegs. Und das hat seinen Grund: In dieser kurzen Zeitspanne paaren sich die Jungköniginnen. So können schon mal Situationen eintreten, in denen wir Menschen ganz zufällig mit ein paar dieser großen Wespen in Kontakt kommen. Für viele von uns ein Moment, in dem das Gehirn nur noch eines denkt: Hornissen = Gefahr! 

Diese Angst ist jedoch unbegründet. Denn Hornissen sind nicht aggressiv und gehen unnötigen Konflikten eher aus dem Weg. Jedoch bestätigt eine Ausnahme die Regel: Fühlen sich die Tiere bedroht oder jemand kommt ihrem Nest zu nahe, werden sie radikal und stechen zu. Hält sich der Mensch hingegen an diese Regel und wahrt Distanz, steht einem friedlichen Miteinander nichts im Wege.
Haustierbesitzer sollten darauf achten, dass sich Hund und Katze nicht in die Nähe eines Hornissennests begeben. Ebenfalls sinnvoll ist das Absichern mithilfe von einem Netz aus Drahtgeflecht. 

Ist ein Hornissen-Stich gefährlich?

Hornissen sind außerhalb ihrer Behausungen überaus friedliche Tiere. Begeben sie sich auf die Suche nach Nahrung und werden dabei nicht bedrängt oder attackiert, würden die Insekten niemals zustechen. Tritt diese Situation trotzdem ein, müssen sich gesunde Menschen um ihre Gesundheit keine Sorgen machen. Im direkten Vergleich ist das Gift von Bienen und Wespen nämlich weitaus giftiger als das einer Hornisse. 

Menschen, die von einer Hornisse in den Hals oder Mundraum gestochen werden, sollten schnellsten einen Arzt aufsuchen. Durch resultierende Schwellungen könnte es ansonsten zu einer Erstickungsgefahr kommen.

Hornissenstiche bei Allergikern – Symptome und Verlauf

Menschen, die allergisch auf Bienen- und Wespenstiche reagieren, werden ebenfalls beim Stich einer Hornisse mit diversen körperlichen Reaktionen bestraft. Mediziner reden hier von einer sogenannten Kreuzallergie. Folgende Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden:
  • Kreislaufprobleme und Schwindel.
  • Starke Schwellungen weit über die Einstichstelle hinaus.
  • Akut auftretende Atemnot.

Kommt es zu Reaktionen wie diesen, muss sofort der Notarzt gerufen werden! Werden Symptome wie diese nicht ernst genommen, kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen, der für den Betroffenen tödlich enden kann. 
Aber keine Angst - normalerweise machen Hornissen um den Menschen einen großen Bogen. Von einer oder mehreren Faltenwespen gestochen zu werden, ist daher äußerst selten.

Achtung Hornissennest – hier kann es für den Menschen gefährlich werden!

Hornissen sind außerordentlich friedliebende Gesellen. Geht es jedoch um den Schutz ihrer Behausung, können die Tiere auch ziemlich wild werden. Halten wir Menschen uns an ein paar einfache Regeln, ist es eher unwahrscheinlich, von einer oder sogar mehreren Hornissen attackiert und gestochen zu werden. 

Die erste und wichtigste Regel ist: Abstand zum Nest wahren! Ungefähr vier Meter sind hierfür mehr als angebracht. Kommt es jedoch dazu, dass der Mensch sich unwissentlich einem Hornissennest nähert und damit den ganzen Staat in Alarmbereitschaft versetzt, sollten folgende Verhaltensregeln an den Tag gelegt werden:

  1. Ruckartige Bewegungen müssen unbedingt vermieden werden. Dies macht die Tiere nur unnötig aggressiv.
  1. Die Flugschneise der Hornissen sollte, ohne hektisch zu werden, sofort verlassen werden.
  1. Laute Geräusche sowie Erschütterungen, die zum Beispiel durch panisches Herumtrampeln erzeugt werden, müssen vermieden werden.
  1. Die großen Fluginsekten dürfen auf gar keinen Fall angepustet werden! Das Kohlendioxid im Atem des Menschen macht die Hornissen nämlich fuchsteufelswild.

Um Situationen wie diese unbeschadet zu überstehen, ist es ratsam, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Ort des Geschehens langsam und ruhig zu verlassen.

Um ein Hornissennest zu beseitigen, braucht es eine behördliche Genehmigung der regionalen Naturschutzbehörde. Jedoch wird diese nur in äußerst seltenen Fällen ausgestellt. Sind die äußeren Umstände so schwerwiegend, dass das Amt dem Antrag zustimmt, muss ein Imker, die Feuerwehr oder ein zertifizierter Schädlingsbekämpfer mit der Aufgabe betraut werden. Die Kosten für die Umsiedlung des Hornissennests trägt immer der Antragsteller.

Hornissen vertreiben – welche Regeln müssen beachtet werden?

Aufgrund ihrer Erscheinung lösen Hornissen beim Menschen oft Ängste aus. Dabei ist diese Furcht vollkommen unbegründet. Denn die großen Faltenwespen zählen zu den friedlichen und nützlichen Exemplaren in der Welt der Insekten. 

Hornissen sind nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) dürfen sie deshalb nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Dasselbe gilt für die Nester der Tiere! Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden, deren Höhe vom Bundesland und vom Einzelfall abhängt.

Aber was tun, wenn Hornissen vermehrt in die Innenräume des Menschen gelangen oder sich ein Nest zu nah am Haus oder der Terrasse befindet? Folgende sanfte Maßnahmen und Hausmittel können dann zum Einsatz kommen. 

Hornissennest entfernen oder umsiedeln: Ablauf und Kosten

Ein Hornissennest darf nicht eigenmächtig entfernt, beschädigt oder zerstört werden. Stört ein Nest wirklich, etwa direkt neben einer Tür, am Spielplatz oder wenn eine Allergie im Haushalt besteht, ist die zuständige Untere Naturschutzbehörde die erste Anlaufstelle. So läuft es meist ab:

  1. Kontakt zur Naturschutzbehörde: Sie prüft die Situation und vermittelt oft ehrenamtliche Wespen- und Hornissenberater.
  2. Beratung vor Ort: Häufig reichen einfache Lösungen, etwa ein Fliegengitter, eine Absperrung oder ein Sichtschutz, damit Mensch und Hornissen ungestört bleiben. Die Völker sterben im Herbst ohnehin ab, das Nest wird nicht wieder bezogen.
  3. Ausnahmegenehmigung: Ist eine Lösung vor Ort nicht möglich, kann die Behörde das Umsiedeln oder Entfernen genehmigen. Ausführen sollten das nur geschulte Personen, etwa Hornissenberater oder eine Schädlingsbekämpfungsfirma.

Die Kosten für ein Umsiedeln oder Entfernen trägt in der Regel der Auftraggeber. Sie hängen stark von Lage und Größe des Nests und vom Aufwand ab. Es lohnt sich, vorab bei der Naturschutzbehörde nachzufragen und Angebote einzuholen.

Hornissen – vorbeugende Maßnahmen und legale Vertreibungsmethoden

Es ist erlaubt, Hornissen aus dem Garten und dem Haus oder der Wohnung zu vertreiben, solange die geschützten Tiere keinen Schaden davontragen. 

Vorbeugende Maßnahmen

  1. Saftreiche Gewächse wie Flieder, Birken oder Weiden als Baumbewuchs im Garten vermeiden.
  1. Fallobst sofort entfernen und entsorgen. Hornissen aber ebenfalls störende Wespen werden von den süßen Früchten nur unnötig angezogen. Auch überreifes Obst sollte regelmäßig gepflückt werden. Dasselbe gilt für Obstschalen in den Innenräumen. Auch hier werden Hornissen von den süßen Früchtchen angezogen.
  1. Hornissen fliegen auch nachts. Lichtquellen haben auf die Tiere wie auch auf andere Insekten eine magische Anziehungskraft. Aus diesem Grund ist es ratsam, auf Solarlampen in der Nähe von Sitzplätzen weitestgehend zu verzichten.
  1. Fenster sowie Türe mit Fliegengitter präparieren.
  1. Rollladenkästen sowie hohle Baumstämme absichern, sodass die Hornissenkönigin nicht die Möglichkeit bekommt, an Orten wie diesen zu nisten.
  1. Bei geöffneten Fenstern sollte das Licht in den Innenräumen gelöscht werden. Sollte sich trotzdem eine Hornisse ins Innere verirren, einfach das Licht im Haus löschen und mithilfe einer weiteren Lichtquelle das Tier aus den Innenräumen herauslocken. Dies ist meistens kein Problem, da Hornissen dem Lichtschein folgen.

Legale Vertreibungsmethoden im Haus

1. Hornisse mithilfe eines durchsichtigen Behälters vorsichtig einfangen. Folgende Dinge sind dabei zu beachten:
  • Sich mit ruhigen und langsamen Bewegungen der niedergelassenen Hornisse nähern.
  • Den Behälter vorsichtig über das Insekt stülpen, leicht anheben und ein dünnes Stück Pappe unter das Gefäß schieben. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die große Wespe nicht verletzt wird. Am besten ist es, wenn sich die Hornisse zu diesem Zeitpunkt fliegend im Glas bewegt.
  • Anschließend die Faltenwespe mitsamt dem Behälter nach draußen tragen und sanft in die Freiheit entlassen.

Auf laute Umgebungsgeräusche sollte während dieser Aktion unbedingt verzichtet werden!

2. Auch Insektensprays, die als Repellent wirken, sind erlaubt, solange sie die Tiere nur vertreiben. Sie sollen Hornissen über den Geruch von Geraniol fernhalten, ohne sie zu töten. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Außerdem sind sie im Innen- sowie im Außenbereich einsetzbar.

Hornissen vertreiben mit Hausmitteln: Was ist dran?

Hornissen reagieren genau wie Wespen und Bienen empfindlich auf manche starke Düfte. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung der folgenden Hausmittel nicht, viele setzen sie trotzdem im Haus, im Garten und auf der Terrasse ein:

  • Nelkenöl: In einer Duftschale gemischt mit etwas Wasser verbreitet das Öl einen abwehrenden Duft. Fensterbänke sind der optimale Standort. Aber auch der Terrassentisch eignet sich dafür.
  • Gewürznelken & Zitrone: Im Mörser zerstoßen und mit etwas geriebener Zitronenschale oder Zitronenöl vermischt, entfaltet dieses Gemisch einen Duft, den die Hornissen überhaupt nicht mögen. Das ätherische Öl kann ebenso mit etwas Wasser gemischt werden. Das soll die Insekten ebenfalls fernhalten.
  • Frische Zitronen: Die Zitrusfrüchte in der Mitte halbieren und in eine Schale legen. An gern angeflogenen Stellen platziert, soll der ausströmende Duft Hornissen und Wespen fernhalten.
  • Lavendel- und Eukalyptusöl: Auch diese beiden Aromen sollen Hornissen vertreiben. Öle mit etwas Wasser mischen und in einer Duftlampe erhitzen oder einfach nur in einem offenen Gefäß aufs Fensterbrett oder den Terrassentisch stellen.

Auch einige Pflanzen haben eine abschreckende Wirkung auf Hornissen. Das Gute daran: Für uns Menschen dienen sie als wunderschöner Blickfang oder landen als wohlschmeckende Nahrungsmittel auf dem Teller. Folgende Gewächse gehören dazu:

Hornissen – ablenken ist sinnvoller als vertreiben!

Faltenwespen sind nützliche Artgenossen, denn sie sorgen für einen insektenfreien Garten. Also warum die Tiere vertreiben, wenn ein Ablenkungsmanöver die Hornissen an weniger frequentierte Orte im Außenbereich lockt. Hierfür etwas aufgeschnittenes reifes Obst in eine Schale legen und an abgelegene Stellen im Garten platzieren. Wir Menschen profitieren somit gleich zweifach: Die auserkorenen Sitzplätze werden nicht von Hornissen und Wespen aufgesucht und für die Vernichtung von diversen Schädlingen ist ebenfalls gesorgt.

Quellen & Links

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